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Japan: Gefängnis Nara diente als Netflix-Kulisse – wird jetzt Luxushotel


Hochsicherheitsgefängnis wird Luxushotel

Von t-online
20.09.2023Lesedauer: 2 Min.
Ein Zellentrakt im früheren Gefängnis von Nara: Das Bauwerk diente in der japanischen Serie "Alice in Borderland" als Kulisse.Vergrößern des BildesEin Zellentrakt im früheren Gefängnis von Nara: Das Bauwerk diente in der japanischen Serie "Alice in Borderland" als Kulisse. (Quelle: former-nara-prison.com)
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Wegen seines düsteren Charmes diente das Gefängnis von Nara schon als Kulisse für eine Netflix-Serie. In Zukunft sollen dort zahlungskräftige Hotelgäste einkehren.

Mit Urlaub hat "Alice in Borderland" auf den ersten Blick nicht viel zu tun. In der japanischen Netflixserie strandet eine Gruppe Jugendlicher in einem bedrückenden Paralleluniversum in einem menschenleeren Tokio. Um zurück in ihre Realität zu gelangen, müssen sich die Kinder bald in tödlichen "Spielen" gegenseitig umbringen. Ausgerechnet in einer besonders düsteren Kulisse aus der internationalen Erfolgsserie sollen in Zukunft zahlende Hotelgäste einkehren.

Bis 2017 diente das Gefängnis der Stadt Nara im Süden Japans noch als Strafanstalt für junge Kriminelle, dann erklärte die japanische Regierung das Bauwerk von 1908 zum kulturellen Erbe des Landes. In den fünf um ein zentrales Wächterhaus gruppierten Zellentrakten war einst Platz für 650 Inhaftierte. Zur Jugendstrafanstalt wurde das Bauwerk 1946 nach dem Zweiten Weltkrieg.

Gefängnis von Nara soll bis 2026 Hotel werden

Das mehr als 100.000 Quadratmeter große Gefängnisgelände ist von einer Mauer umgeben, die nur von einem Tor im romanischen Stil durchbrochen wird. Die Überwachung der Gefangenen von einem zentralen Gebäude aus galt damals als besonders fortschrittlich. Durch Gitter in den Fußböden konnten die Wachen von oben beide Etagen der Zellentrakte zugleich im Blick behalten.

Die Gefängnisanlage in der 360.000-Einwohner-Stadt Nara bei Osaka gilt als architektonisches Kleinod der japanischen Moderne, die auf die Öffnung des Landes zur Welt Mitte des 19. Jahrhunderts folgte. Jetzt will die japanische Hoshino-Gruppe das frühere Gefängnis bis zum Frühjahr 2026 zum Luxushotel mit 48 Zimmern umbauen.

"Aufenthalt in einem ikonischen roten Klinkerbau"

"Das frühere Gefängnis wird als Luxushotel neu entstehen, in dem die Gäste einen ungewöhnlichen Aufenthalt in einem ikonischen roten Klinkerbau erleben können", heißt es in der Ankündigung der Unternehmensgruppe, die in Japan mehr als 60 Hotels betreibt.

Der historische Charakter des Gebäudes soll beim Umbau erhalten bleiben, schreibt das Unternehmen. Ein Teil der Anlage werde als Museum dienen und für die Gäste soll es auch Führungen durch die Anlage geben. In welchem Teil des früheren Gefängnisses die Zimmer entstehen soll, teilte die Hoshino-Gruppe nicht mit. Naheliegend wäre natürlich die Einrichtung der Zimmer in den ehemaligen Zellen.

Die Einzelzellen im Nara-Gefängnis verfügen jeweils über ein Fenster, eine Toilette und ein Waschbecken. Die Türen sind aus Holz gefertigt und lassen sich nur von außen öffnen, selbst wenn sie nicht verschlossen sind – sie haben auf der Innenseite nämlich keinen Türknauf.

Verwendete Quellen
  • hoshinoresorts.com: Pressemitteilung vom 14. September (englisch)
  • former-nara-prison.com
  • businessinsider.com: Netflix's 'Alice in Borderland' is getting a boost as the algorithm recommends it to 'Squid Game' fans (englisch)
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