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Bielefeld: Bibliothek sperrt 60.000 Bücher wegen Gesundheitsgefahr durch Gift


Gefahr für Menschen
Bibliothek in Bielefeld sperrt 60.000 Bücher

Von dpa
Aktualisiert am 29.02.2024Lesedauer: 2 Min.
Universität BielefeldVergrößern des BildesBlick auf Gebäude der Universität Bielefeld. (Quelle: Friso Gentsch/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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In der Universitätsbibliothek wurden rund 60.000 Bücher gesperrt. Es wird davon ausgegangen, dass diese eine Gefahr für die Gesundheit darstellen.

Weil bei der Produktion von Büchern und Zeitschriften im 19. Jahrhundert mitunter Arsen-Verbindungen zum Einsatz gekommen sein können, hat die Universitätsbibliothek Bielefeld Zehntausende Bücher für die Ausleihe gesperrt. Wie viele der 60.000 Bände tatsächlich betroffen sind, sei unklar. Vermutlich seien es weniger als zehn Prozent, teilte die Universitätsbibliothek mit. Man nehme das Thema aber sehr ernst. Die Bibliothek bittet um Verständnis, dass es Zeit brauche, Bücher in diesem Umfang aus dem Bestand zu entfernen, einzulagern und zu überprüfen.

Nach Angaben des Deutschen Bibliotheksverbandes ist das Problem bereits seit längerem auch in anderen Bibliotheken bekannt. Im Rahmen eines Modellprojekts an der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn sei zum Beispiel 2020/2021 untersucht worden, wie mit dem Gift Arsen belastete Bände erkannt und wieder nutzbar gemacht werden können, sagte eine Sprecherin des Verbandes der dpa am Dienstag. Die Überprüfung in Bielefeld sei kein Einzelfall.

Bibliotheke warnt Studierende

Die Universitätsbibliothek Bielefeld erklärte in ihrer Mitteilung, das giftige Arsen könne in grünen Farbstoffen vorkommen. Daher würden Bücher aus der Zeit mit grünen Einbänden, Buchschnitten, Titelschildern, Spiegeln oder Vorsatzblättern ohne Überprüfung grundsätzlich als verdächtig gelten, erläuterte die Institution in einem Schreiben, das t-online vorliegt.

Seit Kurzem lägen hierzu erste wissenschaftliche Erkenntnisse vor. Es gebe für den Umgang mit dieser Gefährdung bislang aber keine gesetzliche Regelung oder Handlungsempfehlungen. "Wir sind im Austausch mit anderen Bibliotheken", erklärte die Universitätsbibliothek Bielefeld weiter.

"Zu einer möglichen Gefährdung kann es kommen, wenn die Bände mit Grünschnitt angefasst und zum Umblättern der Seiten die Finger mit der Zunge angefeuchtet werden, der Staub möglicherweise Arsen enthält und eingeatmet wird oder durch das Anfassen der Bände Arsen in die Augen gerät", heißt es in einer Mitteilung der Universitätsbibliothek Bielefeld. Solange die Bücher im Regal stehen, würden sie als unbedenklich gelten, hieß es. Tatsächlich geht die Universität davon aus, dass weniger als 10 Prozent von der Belastung betroffen sind. Genau wissen könne man es aber nicht.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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