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Morddrohungen gegen Von-Storch-Tortenwerfer

Kuchenattacke mit Nachspiel  

Morddrohungen gegen Von-Storch-Tortenwerfer

01.03.2016, 20:49 Uhr | dpa , t-online.de

Morddrohungen gegen Von-Storch-Tortenwerfer. Der Tortenwurf auf die AfD-Politikerin von Storch hat für einen "Clown" ein Nachspiel. (Quelle: Twitter / PengBerlin)

Der Tortenwurf auf die AfD-Politikerin von Storch hat für einen "Clown" ein Nachspiel. (Quelle: Twitter / PengBerlin)

Die Tortenattacke auf die Berliner AfD-Vorsitzende Beatrix von Storch hat ein Nachspiel - für den Tortenwerfer. Der bei dem Angriff als Clown verkleidete Jean Peters, Gründer der Berliner Aktivistengruppe Peng Collective, erhält im Netz Morddrohungen. Das sagte Peters der "Berliner Zeitung" in einem Interview.

In dem Gespräch rechtfertigt er die Aktion. Einer "so gefährlichen Partei wie der AfD" müsse man Humor entgegensetzen: "Es hat schon einen [...] Beigeschmack, dass eine Partei, die öffentlich Gewalt gegen Flüchtlinge verherrlicht, auf eine Torte mit "Gewalt, Gewalt!"-Empörung reagiert."

Clown wurde "geschlagen und getreten"

Nach der Störung der Veranstaltung hätten sich rund 20 Teilnehmer der Sitzung auf die Eindringlinge gestürzt und dann die Polizei gerufen. Peters sagt, die AfD-Leute hätten ihn "geschlagen und getreten". Bis zum Eintreffen der Polizei habe er eine halbe Stunde mit der aufgebrachten Menge in einem Raum überstehen müssen.

Anschließend gab es wechselseitige Anzeigen von von Storch und Peters. Die Politikerin habe ihn außerdem fotografiert und das Bild unter Nennung seines Namens bei Facebook öffentlich gemacht.

Morddrohungen per Telefon

Schnell waren auch Adresse und Telefonnummer öffentlich. Im Netz und per Telefon würden sich nun Kommentare und Drohungen häufen. "Gestern hat mich ein Mann mit 'Heil Hitler' angerufen und gedroht, mir seine Kameraden vorbeizuschicken, die mich hinrichten", so Peters in dem Interview der "Berliner Zeitung".

Einschüchtern lassen will er sich aber nicht. Die überwältigende Anzahl der Reaktionen sei positiv gewesen. Und selbst in den Drohungen aus der rechten Ecke sieht Peters etwas Positives: "Eine Torte demaskiert - und die Demaskierung ist gelungen. [...] Man wirft eine Torte rein und bekommt - nur wenige Minuten später - Morddrohungen von Nazis zurück."

Zu dem Tortenwurf war es bei einer nicht-öffentlichen Sitzung der Alternative für Deutschland (AfD) in einem Hotel in Kassel gekommen. Während Peters die Torte warf, habe ein zweiter Mann die Aktion gefilmt. Die Aktivistengruppe begründete den "tortalen Krieg" mit den umstrittenen Schießbefehl-Äußerungen von AfD-Politikern.


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