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Hamburg-Billstedt: Bagger zerstört Riesen-Hakenkreuz

Fund bei Bauarbeiten  

Bagger zerstört Riesen-Hakenkreuz auf Sportplatz

24.11.2017, 19:11 Uhr | dpa, t-online.de

Hamburg-Billstedt: Bagger zerstört Riesen-Hakenkreuz . Das Hakenkreuz aus Beton ist vier mal vier Meter groß und diente in der NS-Zeit als Fundament für ein großes Denkmal. (Quelle: dpa/Christian Charisius)

Das Hakenkreuz aus Beton ist vier mal vier Meter groß und diente in der NS-Zeit als Fundament für ein großes Denkmal. (Quelle: Christian Charisius/dpa)

Auf einem Sportplatz in Hamburg ist bei Bauarbeiten ein Relikt aus der Nazi-Zeit ausgegraben worden. Beim Umwälzen der Erde stieß ein Baggerfahrer auf ein riesiges Hakenkreuz. Nun wurde das Nazi-Symbol zerstört. 

Der Bagger hatte auf dem Platz im Stadtteil Billstedt ein Fundament für neue Umkleidekabinen ausgehoben, als er das Hakenkreuz entdeckte, teilte der erste Vorsitzende des Sportvereins Billstedt-Horn, Joachim Schirmer, mit. An der Stelle habe früher ein großes Denkmal gestanden, das vor Jahrzehnten abgerissen worden sei, sagte er. Das Hakenkreuz aus Beton ist nach Angaben des Platzwarts vier mal vier Meter groß.

Über den Fund am Freitag hatte zuvor die "Bild"-Zeitung berichtet. Der zuständige Bezirksamtsleiter Falko Droßmann (SPD) war nach Angaben einer Sprecherin am Montag zu dem Sportplatz gefahren, um sich persönlich zu informieren. Das Denkmalschutzamt sei informiert, das Hakenkreuz solle so schnell wie möglich weg, sagte die Sprecherin.

Das Hakenkreuz-Fundament wurde am Freitag von einem Bagger mit seiner Schaufel zerstört bis es schließlich zerbrach. Dann baute der Baggerfahrer einen Hydraulikhammer an seine Maschine, um die acht großen Bruchstücke zu zerschlagen. 

Hakenkreuz aus der NS-Zeit

Nach Angaben des Sportverein-Vorsitzenden fanden die Baggerarbeiten statt, um neue Umkleidekabinen aufbauen zu können. Bei den Erdarbeiten sei dann in etwa 40 Zentimeter Tiefe das Hakenkreuz aus der NS-Zeit zum Vorschein gekommen, sagte Schirmer. Der Fund sei so groß und schwer, dass der Bagger ihn nicht wegbewegen konnte. Es müsse wohl mit einem Presslufthammer zerstört werden.

An der Fundstelle habe früher ein großes Denkmal gestanden, das vor Jahrzehnten abgerissen worden sei, erzählte Schirmer. Auf alten Bildern ist ein viereckiges etwa fünf Meter hohes Denkmal zu sehen; auf einer Seite prangt ein nackter Krieger, der einen Speer in der Hand hält.

Für den Verein, der durch den Fund plötzlich ins Rampenlicht gerückt wurde, heißt es nach Angaben des Vorsitzenden: Der Sportbetrieb geht ganz normal weiter.

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