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Edeka-Werbung: Bauern wütend über "beschämendes" Otto-Waalkes-Plakat

"Beschämend"  

Bauern wütend über Edeka-Werbung mit Waalkes

28.01.2020, 07:20 Uhr | t-online.de, joh

Edeka-Werbung: Bauern wütend über "beschämendes" Otto-Waalkes-Plakat. Bauern demonstrieren vor dem Supermarkt-Großlager: Traktoren blockieren den Parkplatz. (Quelle: dpa/NWM-TV)

Bauern demonstrieren vor dem Supermarkt-Großlager: Traktoren blockieren den Parkplatz. (Quelle: NWM-TV/dpa)

Edeka wirbt zum Jubiläum mit Komiker Otto Waalkes und einem einprägsamen Spruch auf neuen Plakaten. Der kommt allerdings nicht gut an. Bauern protestieren gegen den Werbespruch.

"Essen hat einen Preis verdient: den niedrigsten." Mit diesem Spruch wirbt Komiker Otto Waalkes zum hundertjährigen Bestehen von Edeka auf Plakaten der Lebensmittelkette. Nun haben Landwirte gegen diese Werbung protestiert und Edeka lässt die Plakate entfernen, wie die "Emder Zeitung" berichtet. 

Hunderte Bauern haben mit ihren Traktoren vor dem Edeka-Lager im Landkreis Ammerland demonstriert und so die Auslieferung der Waren verzögert, heißt es in dem Bericht. "Es war nie unsere Absicht, mit unserer Kampagne Landwirte und Erzeuger zu verärgern", teilte das Unternehmen daraufhin mit. Bei dem Plakat handele es sich um ein Missverständnis. "Ziel der Marketingkampagne war es, alle Ortschaften, wie auch Minden oder Bremen, in unserem Absatzgebiet individuell anzusprechen. Es war somit eindeutig der Ort 'Essen/Oldenburg' gemeint und nicht Essen im Sinne von Lebensmitteln."

Außerdem habe Edeka mitgeteilt, dass eine Preisänderung nicht zu Lasten der Landwirte geschehe, sondern vom Großhandel getragen werde.

Dirk Toepffer, Niedersachsens CDU-Landesfraktionschef, bezeichnete die Kampagne als "beschämend". Die zeige, dass der Konzern es nicht verstanden habe und erwarte, dass Edeka sich bei den Landwirten entschuldige.  

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner veröffentlichte zur Edeka-Kampagne bei Twitter ein Statement: "Ich kann den Ärger der Bauern verstehen. Es ist wie David gegen Goliath, wenn Bauern mit dem Handel verhandeln. Dass gerade Lebensmittel immer wieder für Lockangebote und für Dumpingpreise herhalten müssen, kann ich beim besten Willen nicht mehr nachvollziehen (...). Am Ende badet das der Erzeuger aus, dem immer weniger bleibt." 

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