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Nackte Medusa-Statue sorgt in New York für Wirbel

Umstrittene Symbole  

Die Nackte von New York – MeToo-Statue sorgt für Ärger

16.10.2020, 10:16 Uhr | t-online, dpa, ags

Nackte Medusa-Statue sorgt in New York für Wirbel. Medusa-Statue des argentinischen Künstlers Luciano Garbati steht vor dem Gerichtsgebäude im südlichen Manhattan: Sie hält einen abgetrennten Männerkopf in der Hand. (Quelle: dpa/Christina Horsten)

Medusa-Statue des argentinischen Künstlers Luciano Garbati steht vor dem Gerichtsgebäude im südlichen Manhattan: Sie hält einen abgetrennten Männerkopf in der Hand. (Quelle: Christina Horsten/dpa)

In New York sorgen zwei Statuen für Wirbel. Eine davon zeigt eine unbekleidete Figur mit einem abgetrennten Männerkopf – und soll Symbol der "MeToo"-Bewegung sein. Das sehen viele kritisch. Warum?

Zwei neue und völlig unterschiedliche Frauen-Statuen – eine Nonne und eine nackte Frau – haben auf ebenfalls völlig unterschiedliche Art und Weise in New York für Wirbel gesorgt.

Vor dem Gerichtsgebäude im südlichen Manhattan, in dem unter anderem der frühere Hollywood-Mogul Harvey Weinstein wegen Sexualverbrechen verurteilt wurde, steht seit kurzem eine Medusa-Statue – nackt, mit Schwert in der einen und abgeschnittenem Kopf in der anderen Hand. Die Skulptur sei als Symbol der "MeToo"-Bewegung gegen sexuelle Gewalt ausgewählt worden, sagte ihr Erschaffer, der argentinische Künstler Luciano Garbati.

Die Netz-Community sieht es kritisch

Im Internet ließ die Kritik an dem Kunstwerk nicht lange auf sich warten: Warum ausgerechnet eine von einem Mann erschaffene Skulptur, die außerdem schon 2008 lange vor dem Beginn der "MeToo"-Bewegung entstanden sei, ausgewählt worden sei, fragten zahlreiche Menschen. Andere wunderten sich, warum die Figur aus der griechischen Mythologie den abgetrennten Kopf des Perseus und nicht den des Poseidon – der Sage nach ihr Vergewaltiger – in der Hand halte.

Mann fotografiert die Statue einer Nonne: Franziska Xaviera Cabrini wanderte im 19. Jahrhundert aus Italien in die USA aus.  (Quelle: dpa/Christina Horsten)Mann fotografiert die Statue einer Nonne: Franziska Xaviera Cabrini wanderte im 19. Jahrhundert aus Italien in die USA aus. (Quelle: Christina Horsten/dpa)

Einige Straßenblocks weiter südlich sorgte eine ganz andere neue Skulptur aus ganz anderen Gründen für Wirbel: Die Statue der Nonne Franziska Xaviera Cabrini. Sie wanderte im 19. Jahrhundert aus Italien in die USA aus und setzte sich vor allem für Einwanderer ein. Sie wurde 1946 als erste US-Amerikanerin heilig gesprochen. 

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo übergab die Statue vor wenigen Tagen der Öffentlichkeit.

Damit widersetzte sich Cuomo einer Initiative von Bürgermeister Bill de Blasio, mit dem er seit Jahren im Streit liegt.

Dieser setzt sich zwar für mehr Statuen von Frauen in der Millionenmetropole ein, hatte Cabrini aber nicht auf der Liste.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Twitter/Andrew Cuomo

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