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Militär: US-Soldatinnen dürfen jetzt Pferdeschwanz und Lippenstift tragen

Lockerungen beschlossen  

US-Soldatinnen dürfen weiblicher aussehen

27.01.2021, 08:49 Uhr | AFP, ann

Militär: US-Soldatinnen dürfen jetzt Pferdeschwanz und Lippenstift tragen. US-Soldatinnen grüßen: In Zukunft ist das Salutieren auch mit Lippenstift erlaubt.  (Quelle: imago images/ZUMA Press)

US-Soldatinnen grüßen: In Zukunft ist das Salutieren auch mit Lippenstift erlaubt. (Quelle: ZUMA Press/imago images)

Die US-Armee hatte bislang strenge Vorschriften, wie Soldaten aussehen müssen. Nun werden die Regeln für Frauen gelockert. Doch es gibt weiter Grenzen – bestimmte Farben bleiben explizit verboten. 

Die Soldatinnen der US-Armee dürfen künftig Pferdeschwänze, Nagellack und Ohrringe tragen. Das Pentagon gab am Dienstag eine Lockerung der strikten Vorschriften für die äußere Erscheinung der weiblichen Militärs bekannt. Demnach wurde unter anderem die Zahl der erlaubten Frisuren erweitert. So müssen Soldatinnen mit langem Haar dieses nicht mehr wie bislang zu Knoten zusammenbinden. Frauen in der US-Armee hatten darüber geklagt, dass die Haarknoten unter den Helmen unbequem seien.

Nach den neuen Regeln ist langes Frauenhaar künftig grundsätzlich erlaubt, muss aber während physischer Trainingseinheiten etwa in Pferdeschwänzen zusammengehalten oder geflochten werden. Auch muss es bequem unter den Helm passen.

Kein Schwarz, Knallrot und Violett

Ferner ist es den Soldatinnen künftig erlaubt, sich die Nägel zu lackieren und Lippenstift aufzutragen. Dabei sind bestimmte Farben, die als extrem eingestuft sind, jedoch verboten. Dazu gehören Blau, Schwarz, Violett und Knallrot. Auch beim Haarefärben sind manche Farben wie Rosa, Grün und Blau untersagt.

Die Lockerung der Regularien für Soldatinnen sind das Ergebnis einer Prüfung, die der frühere Verteidigungsminister Mark Esper im vergangenen Jahr angeordnet hatte. Diese war Teil umfassenderer Untersuchungen zu Rassismus und Diskriminierung von Minderheiten in der US-Armee.

Der mit den Änderungen betraute Sergeant Michael Grinston sagte dem Nachrichtenportal „Stars and Stripes“, Grund für die Lockerungen sei Feedback von Soldatinnen und Soldaten selbst. Viele Frauen hätten Probleme mit den alten Vorschriften, vor allem Frauen, die lange Haare als Dutt tragen mussten. „Es geht darum, unseren Soldaten zuzuhören, und herauszufinden, wie wir ihre Wünsche in der Armee umsetzen können“, sagte Grinston. „Sie haben gesprochen, wir haben zugehört und ich denke, wir durchlaufen einen wirklich guten Prozess.“ Er sei „wirklich aufgeregt“ über die Lockerungen. 

Verwendete Quellen:

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