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Reisebus-Unglück in der Steiermark: Zweites Todesopfer


Kurz vor der Hochzeit
Zweites Opfer nach Busunglück bei Junggesellenabschied

Von afp, dpa, t-online
Aktualisiert am 28.02.2023Lesedauer: 2 Min.
Rettungskräfte der Feuerwehr sind am Unglücksort im Einsatz: Ein deutscher Reisebus ist bei Schladming über eine Böschung gestürzt.Vergrößern des BildesRettungskräfte der Feuerwehr sind am Unglücksort im Einsatz: Ein deutscher Reisebus ist bei Schladming über eine Böschung gestürzt. (Quelle: Vogl-Perspektive.At - Mike Vogl/APA/dpa)
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Am Samstagabend starb ein Bräutigam, als der Bus seines Junggesellenabschieds verunglückte. Nun ist auch der Fahrer seinen Verletzungen erlegen.

Nach dem schweren Busunglück bei Schladming in Österreich ist am Dienstag ein zweiter Mann gestorben. Wie der Bayerische Rundfunk unter Berufung auf Polizeiangaben berichtet, ist der Fahrer des Reisebusses am Morgen im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Der 51-Jährige war demnach nach dem Unfall ins künstliche Koma versetzt worden.

In Folge des Busunglücks am Samstagabend war bereits ein Mann aus Niederbayern ums Leben gekommen. Bei dem 31-Jährigen handelte es sich Medienberichten zufolge um einen Bräutigam, der mit Freunden anlässlich seines Junggesellenabschieds zum Rodeln gefahren war. Vier der insgesamt 32 Busfahrgäste wurden außerdem schwer, 26 leicht verletzt, als der Bus nach Angaben der Feuerwehr von der Fahrbahn abkam und eine Böschung hinunterstürzte.

Der 31-jährige Tote und einige andere Männer stammten aus dem kleinen Ort Triftern, wie dessen Bürgermeisterin Edith Lirsch am Sonntag sagte. "Es ist ein tragischer Vorfall." In dem kleinen Ort kenne man sich. Viele der jungen Leute seien in Vereinen aktiv. "Man nimmt deshalb großen Anteil."

Bus überschlug sich mehrfach

Der Bus war im Landkreis Rottal-Inn registriert, an Bord waren aber auch Fahrgäste aus dem angrenzenden Landkreis Passau. "Dieses tragische Unglück macht uns sehr betroffen und unsere Gedanken sind vor allem bei der Familie des Opfers und bei allen Verletzten", sagte der Landrat des Landkreises Rottal-Inn, Michael Fahmüller (CSU) am Wochenende.

Die Unfallursache war am Sonntag zunächst unklar. "Der Bus war bei der letzten Kurve Richtung Schladming von der Fahrbahn abgekommen, hat sich mehrfach überschlagen und ist dann auf einem Werkstattgebäude zum Liegen gekommen", sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr, Gerald Petter. Der Bus lag auf der linken Seite, teils auf einem Lastwagen-Oldtimer, den der Werkstattbesitzer auf das Dach drapiert hatte.

Auf einem Feuerwehrvideo waren in der Passagierkabine zerbeulte Sitze zu sehen. Auf dem Boden lag ein Schutzhelm, den einer der Männer womöglich beim Rodeln aufgehabt hatte. "Der Reisebus wurde über Weisung der Staatsanwaltschaft Leoben sichergestellt und wird von Sachverständigen begutachtet werden", teilte die Polizei mit.

Feuerwehrleute waren zufällig am Unfallort

Hinter dem verunglückten Reisebus war ein Bus mit Feuerwehrleuten unterwegs, die als Ersthelfer sofort einsprangen. Zudem waren Stützpunkte vom Roten Kreuz und von der Feuerwehr nicht weit entfernt, sodass innerhalb von zehn Minuten ein Großaufgebot mit mehr als 160 Rettungskräften im Einsatz war.

Die Feuerwehr hatte zusammen mit dem Roten Kreuz erst im vergangenen Jahr ganz in der Nähe einen Großeinsatz geübt, der von einer ähnlichen Lage ausging, wie sie jetzt bei dem Unfall Realität wurde, wie der Feuerwehrsprecher sagte. Zudem sei der Werkstattbesitzer schnell vor Ort gewesen. Er habe das Gebäude geöffnet und die Leichtverletzten dort mit heißen Getränken versorgt.

Einige Passagiere sowie der Fahrer waren in dem Bus eingeklemmt und mussten mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden, berichtete die Feuerwehr. Die Verletzten wurden in die Krankenhäuser Schladming, Schwarzach und Salzburg gebracht. Auch die Bergung des Wracks war schwierig, so die Feuerwehr. Es musste zunächst abgestützt werden, ehe es mit einem Autokran geborgen werden konnte.

Verwendete Quellen
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