t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online - Nachrichten für Deutschland
Such IconE-Mail IconMenü Icon



HomePanorama

Blitzeis in Bayern: Feuerwehrmann kritisiert Behörden


"Das kann doch nicht sein"
Wegen Blitzeis: Feuerwehrmann kritisiert bayerische Behörden

Von t-online, jse

Aktualisiert am 18.01.2024Lesedauer: 2 Min.
Player wird geladen
Wetterchaos in Deutschland: Die Karten zeigen extreme Wetterphänomene. (Quelle: t-online)
Auf WhatsApp teilen

Im Süden Deutschlands droht Blitzeis. Bayerische Behörden reagieren darauf mit Schulabsagen. Dafür hat ein Feuerwehrgewerkschafter kein Verständnis.

Das angekündigte Extremwetter trifft besonders den Süden Deutschlands heute mit voller Wucht. Behörden rufen dazu auf, nach Möglichkeit im Haus zu bleiben, warnen vor Gefahr für Leib und Leben. Den aktuellen Stand zur Glatteis-Gefahr lesen Sie hier im Winter-Newsblog.

Von den Einschränkungen seien natürlich auch Feuerwehr und Rettungskräfte betroffen, sagt Manuel Barth, Sprecher der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft, im Gespräch mit t-online.

Mehr Kälteopfer und Glätteunfälle

"Blitzeis ist immer herausfordernd, das gilt nicht nur für uns", erklärt Barth. "Da eiern alle gleichermaßen durch die Gegend. Das bedeutet, dass man eben länger braucht, um ans Ziel zu kommen."

Die Einsätze selbst würden sich dadurch allerdings kaum verändern. "Da tut sich für uns nichts Weltbewegendes. Man hat natürlich mit mehr Kälteopfern und Glätteunfällen zu tun, aber darauf sind wir vorbereitet." Lesen Sie hier, warum es eigentlich gar kein Blitzeis im meteorologischen Sinne gibt.

"Normalerweise ist man im Süden auf so etwas vorbereitet"

Eine weniger gute Vorbereitung attestiert Barth dagegen den Behörden in mehreren bayerischen Gemeinden. Das Staatliche Schulamt Erlangen hatte in der Stadt selbst sowie im Landkreis Erlangen-Höchstadt den Präsenzunterricht für Mittwoch abgesagt.

Auch an mehreren Orten in der Oberpfalz, Oberbayern und Niederbayern fällt der Unterricht wegen des Blitzeises aus. Betroffen sind unter anderem Regensburg, Amberg, Straubing und das Berchtesgadener Land.

"Normalerweise ist man im Süden auf so etwas vorbereitet", meint Barth. "Es wundert mich, dass man dort zu solchen Maßnahmen greifen muss."

"Das kann doch nicht sein"

Es gebe eine gesetzliche Pflicht zur Straßenräumung. "Und wenn man der nicht nachkommt, sagt man den Leuten einfach, sie sollen zu Hause bleiben? Das kann doch nicht sein."

Auch für den Rettungsdienst könnten nicht geräumte Straßen und Wege zum Problem werden, so Barth: "Ich frage mich, warum die Behörden dem nicht nachkommen. Das ist für mich nur mit fehlender Planung erklärbar und damit, dass dort das Personal fehlt."

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...



TelekomCo2 Neutrale Website