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Moschee in Berlin für liberale Muslime eröffnet

Frauen als Predigerinnen  

Liberale Moschee in Berlin eröffnet

16.06.2017, 17:15 Uhr | dpa

Moschee in Berlin für liberale Muslime eröffnet. Gläubige beten in der neu eröffneten liberalen Moschee in Berlin. Frauen und Männer beten und predigen gleichberechtigt. (Quelle: dpa/Maurizio Gambarini)

Gläubige beten in der neu eröffneten liberalen Moschee in Berlin. Frauen und Männer beten und predigen gleichberechtigt. (Quelle: Maurizio Gambarini/dpa)

In Berlin hat die Frauenrechtlerin Seyran Ates mit Gleichgesinnten eine Moschee für liberale Muslime eröffnet. Die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee lässt Frauen und Männer gleichberechtigt zusammen beten und predigen. Sie soll Sunniten, Schiiten und Anhängern anderer islamischer Glaubensrichtungen offenstehen. Frauen müssen beim Gebet kein Kopftuch tragen.

Die Frauenrechtlerin fühle sich in den existierenden deutschen Moschee-Gemeinden als Frau diskriminiert, begründete Ates ihr Projekt. Der Freiburger Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi, einer der Gesellschafter des Projekts, sagte: "Diese Moschee ist eine Möglichkeit, dass sich die Muslime neu definieren."

Die aus der Türkei stammende Rechtsanwältin und Buchautorin Ates hat für ihr Projekt einen Raum in einem Anbau der evangelischen Johanniskirche im Stadtteil Moabit gemietet. Sie hofft aber mittelfristig auf ein eigenes Moschee-Gebäude. Auch in Köln beten Muslime – von der 2012 gegründeten Muslimischen Gemeinde Rheinland - in Räumen einer evangelischen Kirche. Auch dort gibt es eine Imamin, die Konvertitin Rabeya Müller.

Zeitgleich veröffentlichte Ates ein Buch mit dem Titel "Selam, Frau Imamin". Darin kritisiert sie, dass die Deutsche Islamkonferenz islamischen Verbänden wie der Türkisch-Islamischen Union (Ditib) die "Deutungshoheit über den Islam zugestanden" habe.

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