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Fehlende Rettungsgasse: Bayerns Innenminister schimpft auf Autofahrer

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Fehlende Rettungsgasse  

Bayerns Innenminister schimpft auf Autofahrer

03.07.2017, 17:14 Uhr | dpa, cwe

Fehlende Rettungsgasse: Bayerns Innenminister schimpft auf Autofahrer. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU, M) hat das Verhalten vieler Autofahrer nach dem Busunfall kritisiert. (Quelle: dpa/Nicolas Armer)

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU, M) hat das Verhalten vieler Autofahrer nach dem Busunfall kritisiert. (Quelle: Nicolas Armer/dpa)

Nach dem Busunglück in Bayern haben Autofahrer die anrückenden Feuerwehren behindert. Landesinnenminister Joachim Herrmann (CSU) findet dafür deutliche Worte.

Es sei ein "völlig unverantwortliches Verhalten" mancher Autofahrer in dem Stau gewesen, klagte Herrmann. Sie hätten es den Rettern mit ihrem Verhalten erschwert, zur Unglücksstelle zu kommen. Nach einem Unfall sei "sofort eine Rettungsgasse zu bilden - und zwar so, dass ein Lkw durchkommen kann".

Herrmann betonte, dass dennoch "so schnell wie irgendmöglich Hilfe geleistet" worden sei. Zehn Minuten nach der Alarmierung seien die Rettungskräfte am Ort des Geschehens gewesen - doch da sei die Hitze des Feuers bereits so groß gewesen, dass kein Feuerwehrmann mehr an den Bus herantreten konnte.

Feuerwehrleute konnten nicht mehr helfen

Herrmann sagte, diese Situation, nicht mehr helfen zu können, sei für die allesamt ehrenamtlichen Feuerwehrleute extrem hart gewesen. Eigentlich sei es nur ein leichter Auffahrunfall gewesen. Warum sich der Brand so schnell und mit solch dramatischen Folgen entwickelt habe, müsse nun aufgeklärt werden. Etwa 100 Polizisten und mehr als 150 Rettungskräfte sowie fünf Hubschrauber waren an dem Einsatz beteiligt.

Der Reisebus war kurz nach 7.00 Uhr nahe Münchberg im Landkreis Hof, rund 30 Kilometer von der Landesgrenze zu Thüringen entfernt, bei sich stauendem Verkehr auf einen Sattelzug geprallt und komplett ausgebrannt. Von dem Fahrzeug blieb nur ein verkohltes Wrack übrig. Vermutlich 18 Menschen kamen ums Leben, 30 weitere wurden verletzt.

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