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Kanada trauert nach Busunglück

Von afp
Aktualisiert am 08.04.2018Lesedauer: 2 Min.
Trauernde legen Blumen vor der heimischen Halle der Humboldt Broncos in Kanada ab: 15 Menschen starben, als ein Sattelschlepper auf einer Landstraße mit dem Mannschaftsbus zusammenstieß.
Trauernde legen Blumen vor der heimischen Halle der Humboldt Broncos in Kanada ab: 15 Menschen starben, als ein Sattelschlepper auf einer Landstraße mit dem Mannschaftsbus zusammenstieß. (Quelle: Liam Richards/ap-bilder)
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15 junge Eishockey-Spieler sind in Kanada bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Nicht nur Premierminister Justin Trudeau steht unter Schock, sondern ein ganzes Land.

Der tödliche Busunfall eines Junioren-Eishockeyteams hat in Kanada Trauer und Entsetzen ausgelöst. Bei dem Unglück in der Provinz Saskatchewan kamen 15 Menschen ums Leben, wie die Polizei mitteilte. Wie viele Spieler oder Betreuer der Eishockeymannschaft Humboldt Broncos unter den Opfern waren, ist bislang unklar. Premierminister Justin Trudeau sprach den Opfern und ihren Angehörigen sein Mitgefühl aus. Im Internet bekundeten Fans ihre Trauer.

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Das Eishockeyteam war am Freitagnachmittag in der westlichen Provinz Saskatchewan auf dem Weg zu einem Spiel, als der Teambus auf einem Highway in einer ländlichen Region mit einem Lastwagen zusammenstieß. Dabei wurden nach Polizeiangaben 14 Menschen getötet. 15 Insassen des Mannschaftsbusses wurden verletzt in Krankenhäuser gebracht. Einer von ihnen erlag später seinen Verletzungen.

Trainer und Teamkapitän sterben an der Unfallstelle

Unter den Getöteten war auch Broncos-Trainer Darcy Haugan, wie seine Schwester dem Sender CBC sagte. Auch Kapitän Logan Schatz und der 16-jährige Adam Herold kamen laut CBC bei den Unfall ums Leben. Die Identität der anderen Opfer blieb zunächst unklar. Der Fahrer des Lastwagens blieb unverletzt. Die Polizei leitete Ermittlungen zur Unfallursache ein.

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An Bord des Busses saßen 29 Menschen, unter ihnen 24 Spieler im Alter zwischen 16 und 21 Jahren. Angehörige versammelten sich in einer Kirche in der Stadt Nipawin, wo das Eishockeyspiel hätte stattfinden sollen, und warteten auf Informationen über das Schicksal der Spieler. "Es ist ein furchtbarer Unfall, mein Gott", sagte Hawks-Präsident Darren Opp der Zeitung "Globe and Mail". "Onkel und Mütter und Väter warten darauf zu hören, ob ihre Söhne und Neffen okay sind." Der kanadische Eishockeyverband zeigte sich erschüttert.

Der Ort des Busunglücks in Kanada: Helfer stehen neben Trümmern und den zwei Fahrzeugwracks.
Der Ort des Busunglücks in Kanada: Helfer stehen neben Trümmern und den zwei Fahrzeugwracks. (Quelle: Jonathan Hayward/ap-bilder)

Eishockey ist in Kanada quasi Nationalsport und ähnlich beliebt und verbreitet wie Fußball in Deutschland. Entsprechend groß war die Anteilnahme. "Ich mag mir gar nicht vorstellen, was diese Eltern durchmachen, und mein Herz ist bei allen, die von dieser schrecklichen Tragödie betroffen sind", schrieb Premierminister Trudeau auf Twitter. US-Präsident Donald Trump bekundete in einem Telefonat mit Trudeau seine Anteilnahme.

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"Saskatchewan, das sind unsere Jungs", schrieb der Premierminister der Provinz, Scott Moe zu einem Foto auf Twitter, das drei verletzte Spieler in ihren Krankenhausbetten zeigte. Auch Fans und Vertreter der nordamerikanischen Profiliga NHL zeigten sich erschüttert. Der Trainer der Toronto Maple Leafs, Mike Babcock, übermittelte den Hinterbliebenen seine Anteilnahme.

Spendenaufruf findet große Resonanz

Ein Spendenaufruf einer Frau aus dem Heimatort der Humboldt Broncos brachte inzwischen etwa drei Millionen Dollar für die Opfer zusammen.

Die Junioren-Eishockeyliga ist ein Sprungbrett für Nachwuchsspieler, um später für eine College-Mannschaft in den USA oder Kanada zu spielen. Einige Athleten schaffen sogar den direkten Sprung in die NHL. Der Unfall erinnert an ein Busunglück in Saskatchewan im Dezember 1986, bei dem vier Mitglieder einer Mannschaft der Juniorenliga Western Hockey League starben.

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Verwendete Quellen
  • AFP
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