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Indonesien: Menschenmenge schlachtet fast 300 Krokodile ab – aus Rache

Massaker in Indonesien  

Aus Wut: Menschenmenge tötet fast 300 Krokodile

16.07.2018, 18:06 Uhr | AFP, dpa, t-online.de

Indonesien: Menschenmenge schlachtet fast 300 Krokodile ab – aus Rache. Krokodile in Indonesien (Symbolbild): Fast 300 Tiere wurden aus Rache abgeschlachtet.  (Quelle: dpa/Xinhua/ Tanto H.)

Krokodile in Indonesien (Symbolbild): Fast 300 Tiere wurden aus Rache abgeschlachtet. (Quelle: Xinhua/ Tanto H./dpa)

Anwohner einer Krokodil-Farm haben in Indonesien mehrere Hundert Krokodile abgeschlachtet. Zuvor wurde ein Mann auf der Farm von den Tieren getötet.

Aus Wut über den Tod eines Mannes hat eine aufgebrachte Menschenmenge in Indonesien fast 300 Krokodile abgeschlachtet. Der Vorfall habe sich am Samstag in der Provinz Papua im Anschluss an die Beerdigung des Mannes ereignet, der zuvor von den Tieren getötet worden war, teilten Polizei und Umweltbehörde am Montag mit. Der 48-Jährige wollte nach seinem Vieh sehen und ist dabei in ein Gehege einer Krokodilfarm gefallen, berichtete das Online-Nachrichtenportal Detik.

Aus Wut über die Lage der Farm in der Nähe eines Wohngebiets hätten sich Familienangehörige und Anwohner an die Polizei gewandt. Der Besitzer der Farm habe sich daraufhin bereit erklärt, Schadenersatz zu zahlen, sagte der Chef der Umweltbehörde, Bassar Manulang. "Wir haben uns mit der Familie des Opfers geeinigt und unser Beileid ausgesprochen", sagte er.

Mit Messern Macheten und Schaufeln

Die Menschenmenge gab sich damit offenbar nicht zufrieden: Mit Messern, Macheten und Schaufeln bewaffnet hätten sich "Hunderte" auf den Weg zu der Krokodilfarm gemacht und 292 der Reptilien abgeschlachtet – von Jungtieren bis zu zwei Meter langen ausgewachsenen Krokodilen, teilten die Behörden mit. Polizei und Mitarbeiter der Umweltbehörde hätten nichts unternehmen können.

Ermittlungen seien eingeleitet worden, eventuell werde Strafanzeige erstattet. "Momentan befragen wir noch die Zeugen", sagte der Chef der lokalen Polizei, Dewa Made Sidan Sutrahna. In Westpapua, dem indonesischen Teil Neuguineas, stehen Krokodile unter Schutz. 

Polizei nicht in der Lage Massaker zu stoppen

Das Online-Nachrichtenportal Detik berichtete, dass der getötete Mann nach seinem Vieh sehen wollte. Dann sei der 48-Jährige von einem Krokodil aus der nahegelegenen Farm angegriffen worden. Bei der Beerdigung am Samstag seien dann die Emotionen hochgekocht. Mehrere Hundert Menschen seien sei zu der Farm gezogen und hätten alle Tiere mit Messern, Hämmern und sonstigem Werkzeug abgeschlachtet. Die Polizei war angeblich nicht in der Lage, das Massaker zu stoppen.

Auf Bildern ist zu sehen, wie Dorfbewohner vor einem Berg toter Krokodile jubeln. Nach Angaben der Farmbetreiber beträgt der finanzielle Schaden umgerechnet mehr als 25 000 Euro. Die Krokodilfarm war seit 2013 mit offizieller Erlaubnis der Behörden in Betrieb.

Der Inselstaat Indonesien verfügt über eine enorme Artenvielfalt, darunter mehrere Krokodilarten. Tödliche Attacken der Reptilien auf Menschen sind keine Seltenheit. Im März wurde ein sechs Meter langes Krokodil auf Borneo erschossen, nachdem es einen Arbeiter einer Palmölplantage gefressen hatte. Vor zwei Jahren starb ein russischer Tourist auf einer bei Tauchern beliebten Insel bei einem Krokodilangriff.

Verwendete Quellen:
  • AFP
  • dpa

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