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Mehrere Arbeiter in der Türkei unter Betonblock begraben

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Mehrere Arbeiter in der Türkei unter Betonblock begraben

28.11.2018, 18:08 Uhr | dpa

Mehrere Arbeiter in der Türkei unter Betonblock begraben. Unglück an einer Autobahn-Überführung: Ein Arbeiter konnte bisher lebend geborgen werden. (Quelle: dpa/DHA)

Unglück an einer Autobahn-Überführung: Ein Arbeiter konnte bisher lebend geborgen werden. (Quelle: DHA/dpa)

Sie arbeiteten an einer Autobahn-Überführung und stürzten mit einem Betonblock in die Tiefe – mehrere Arbeiter sind in der Türkei schwer verunglückt. Einer wurde lebend geborgen.

Bei Bauarbeiten an einer Autobahn-Überführung nahe der türkischen Metropole Istanbul sind mehrere Arbeiter etwa 30 Meter in die Tiefe gestürzt und unter einem Betonblock begraben worden. Nach einer mehrstündigen Rettungsaktion am Mittwoch wurde ein Arbeiter verletzt geborgen und in ein Krankenhaus gebracht, wie das Gouverneursamt der Provinz Kocaeli mitteilte. Helfer suchten weiter nach Überlebenden. Nach Angaben des Senders CNN Türk wurden noch drei Menschen vermisst.

Die Verunglückten arbeiteten nach Angaben des Gouverneurs an einem von Pfeilern getragenen Abschnitt der Nord-Marmara-Autobahn in der Industriestadt Gebze. Sie hätten Beton gegossen, als ein Betonblock sich von der Fahrbahn gelöst, die Arbeiter mit in die Tiefe gerissen und unter sich begraben habe. Der Sender CNN Türk hatte zuvor berichtet, die Arbeiter seien von einem Gerüst gestürzt und seien dann unter dem Block begraben worden.

Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie die Feuerwehr versuchte, den Block mit einem Kran anzuheben. Die Polizei hielt in Tränen aufgelöste Kollegen der Verunglückten zurück. Die Unfallursache war zunächst unklar. Das Arbeitsministerium kündigte Ermittlungen an.

Immer wieder schwere Arbeitsunfälle

Die Nord-Marmara-Autobahn, an der die Verunglückten arbeiteten, führt durch Gebze nordöstlich von Istanbul bis zur dritten Brücke über den Bosporus.

In der Türkei gibt es immer wieder schwere Arbeitsunfälle. Nach Angaben der türkischen Nichtregierungsorganisation ISIG, die sich für das Thema Arbeitssicherheit engagiert, starben in der Türkei im Jahr 2017 mindestens 2006 Arbeiter bei tödlichen Unfällen. Ursache sind demnach vor allem Unfälle mit Fahrzeugen und Stürze.

Zuletzt hatten zahlreiche Unfälle auf der Baustelle des neuen Flughafens in Istanbul für Aufregung gesorgt. Mindestens 30 Arbeiter kamen dort nach offiziellen Angaben ums Leben. Der neue Flughafen im Norden der Stadt wurde Ende Oktober eröffnet und soll im neuen Jahr vollständig in Betrieb gehen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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