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Falsches Rohr angeschnitten? - BASF-Explosionsunglück mit fünf Toten: Prozess beginnt

Falsches Rohr angeschnitten?  

BASF-Explosionsunglück mit fünf Toten: Prozess beginnt

05.02.2019, 07:27 Uhr | dpa

Falsches Rohr angeschnitten? - BASF-Explosionsunglück mit fünf Toten: Prozess beginnt. Bei dem Unfall 2016 war ein Schaden von zwei bis drei Millionen Euro an unmittelbaren und mindestens 500 Millionen Euro an mittelbaren Folgen entstanden - zum Beispiel Produktionsausfall.

Bei dem Unfall 2016 war ein Schaden von zwei bis drei Millionen Euro an unmittelbaren und mindestens 500 Millionen Euro an mittelbaren Folgen entstanden - zum Beispiel Produktionsausfall. Foto: Einsatzreport Südhessen. (Quelle: dpa)

Frankenthal (dpa) - Mehr als zwei Jahre nach einer Gasexplosion auf dem Areal des Chemieunternehmens BASF in Ludwigshafen beginnt heute die juristische Aufarbeitung des Unglücks.

Im Zentrum steht die Frage, warum ein Arbeiter einer von der BASF beauftragten Firma am 17. Oktober 2016 ein falsches Rohr angeschnitten hat. Ermittlungen zufolge bildeten sich Funken, die Gas in Brand setzten und zur Explosion führten. Bei dem Unfall oder in Folge dessen kamen vier Mitarbeiter der Werkfeuerwehr und ein Matrose eines Tankmotorschiffs ums Leben. 44 weitere Menschen wurden verletzt.

Das Landgericht im pfälzischen Frankenthal soll unter anderem klären, ob die Rohre deutlich gekennzeichnet waren. Die Explosion ereignete sich im sogenannten Rohrgraben im Landeshafen. Dort liegen zahlreiche Leitungen, durch die Flüssiggase und andere brennbare Flüssigkeiten von und zu Schiffen transportiert werden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten fahrlässige Tötung sowie Körperverletzung und das fahrlässige Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion vor. Demnach soll der 64 Jahre alte Beschuldigte aus Mannheim entgegen vorheriger Anweisung die Leitung bei Schweißarbeiten angeschnitten haben.

Der Angeklagte kann sich nicht an den genauen Hergang erinnern. Dem Gericht zufolge bedauert der Mann die Tragödie außerordentlich. Der Beschuldigte war bei der Explosion ebenfalls schwer verletzt worden und ist aufgrund psychischer Belastungen nicht mehr arbeitsfähig.

Bei dem Unfall war ein Schaden von zwei bis drei Millionen Euro an unmittelbaren und mindestens 500 Millionen Euro an mittelbaren Folgen entstanden - zum Beispiel Produktionsausfall. Die Staatsanwaltschaft will 42 Zeugen vernehmen und hat 10 Sachverständige benannt. Geplant sind vorerst 13 Verhandlungstermine bis Ende März.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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