Sie sind hier: Home > Panorama >

Auch mal Gemüse zu den Pommes: Klöckner will Kinderteller gesünder machen

Oft Pommes, kaum Vollkorn?  

Klöckner will Kinderteller gesünder machen

19.03.2019, 17:05 Uhr | dpa

Auch mal Gemüse zu den Pommes: Klöckner will Kinderteller gesünder machen. Für Kinder gibt es in Restaurants oft nicht nur kleinere Portionen, sondern auch nicht besonders gesunde Gerichte.

Für Kinder gibt es in Restaurants oft nicht nur kleinere Portionen, sondern auch nicht besonders gesunde Gerichte. Symbolbild: Lukas Schulze Foto: Lukas Schulze. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Restaurantbesuche sind für Kinder oft recht öde - aber immerhin lockt Essen, das zu Hause vielleicht nicht jeden Tag auf den Tisch kommt: Pommes mit Ketchup, Fischstäbchen mit Mayo-Soße, Chicken Nuggets mit viel Panade, Spaghetti mit Soße.

Ernährungsexperten ist so eine vermeintlich kinderfreundliche Auswahl allerdings ein Dorn im Auge. Zu viele Kalorien, zu wenig Nährstoffe, pädagogisch nicht gerade wertvoll. Und das, wo schon 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland übergewichtig sind. Rückendeckung bekommen sie von der Ministerin für Ernährung, Julia Klöckner (CDU).

Die will nun "jedes kleine Schräubchen" drehen, um Übergewicht auch bei den Kleinen zu bekämpfen - und zugleich die Gastronomen nicht vergrätzen. Nachdem vor ein paar Wochen eine Studie für böses Blut gesorgt hatte zwischen Wissenschaft und Gastwirten, lud Klöckner beide Seiten ins Ministerium nach Berlin.

Worum es ging: Anfang Februar hatte eine Studie aus Heidelberg und Mannheim Schlagzeilen gemacht. Rund vier von fünf der knapp 2000 untersuchten Speisen seien aus ernährungswissenschaftlicher Sicht schlecht für den Körper, hieß es da. Die meisten enthielten zu viel Fett und Kalorien, wenig Nährstoffe und oft rotes Fleisch. 54 Prozent der untersuchten Essen enthielten Pommes. Vollkornprodukte? Fehlanzeige. In der Gastrobranche kam das nicht gut an.

Nach dem 90-minütigen Gespräch am Dienstag blieben die Ergebnisse allerdings überschaubar. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga will seine acht Jahre alten Empfehlungen überarbeiten, wie man Kinder bewirten soll und kann. Wissenschaftler wollen sich genauer anschauen, was Kinder eigentlich essen wollen, wenn die Eltern nicht dabei sind, und was Eltern für richtig halten. Außerdem soll es weitere Gespräche geben - noch in diesem Jahr, sagte Klöckner. Auch ein Wettbewerb und eine Art Siegel für Restaurants und Gaststätten, deren Kinder-Angebot vorbildlich ist, sind im Gespräch.

Was es dagegen nicht geben wird, sind neue Vorschriften für Köche und Gastwirte. "Wir wären nicht in einer Demokratie, wenn wir jetzt gesetzlich die Art der Speisekarten vorschreiben würden", stellte Klöckner klar. Eines immerhin hat Klöckner schon erreicht: Experten und Branchenverband zeigten sich versöhnt. Übergewicht habe natürlich verschiedene Ursachen, sagte Studienautor Sven Schneider, ein Experte für Kindergesundheit. Michael Krawinkel von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gestand zu, dass ein Besuch im Restaurant nicht Alltag sei, sondern der Genuss im Vordergrund stehe.

Dehoga-Präsident Guido Zöllick seinerseits zeigte sich einsichtig: Die Studie habe Dinge zutage gefördert, die die Anbieterseite "gar nicht so gesehen" habe oder sehen wolle. Es gebe aber "sehr viele" Unternehmen, die eine "sehr ausgewogene Kinderkarte" hätten. Aber sein Verband wolle in der Branche "weitere kommunizieren, dass es natürlich auch ein Stück weit unser Auftrag ist, Menschen an gesunde Nahrung heranzuführen". Das fange bei den Kleinsten an.

Kritik kam von einer Vorgängerin Klöckners im Ministerium, Ex-Agrarministerin Renate Künast von den Grünen. Der Vorstoß gehe am Problem vorbei, sagte sie. "Verbindliche Qualitätsstandards" für Verpflegung etwa in Kitas und Schulen, mehr Ernährungsbildung, eine Begrenzung der an Kinder gerichtete Werbung für Lebensmittel und eine neue Nährwert-Kennzeichnung für Fertigprodukte brächten "tausendmal mehr" als unverbindliche Initiativen für gesündere Kinderteller.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Prepaid Tarif aktivieren & 10 GB Daten geschenkt bekommen
schnell zugreifen bei congstar
Gerry Weberbonprix.deOTTOCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe