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Trockenes Deutschland | Sahara? Nein, das ist Brandenburg


Sahara? Nein, das ist Brandenburg

Von dpa, dru

24.04.2019Lesedauer: 2 Min.
Feld bei Liebenwalde: Wind wirbelt Sand auf und weht ihn hinüber zur B 167.Vergrößern des BildesFeld bei Liebenwalde: Wind wirbelt Sand auf und weht ihn hinüber zur B 167. (Quelle: T-Online-bilder)
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Die Trockenheit hat vielerorts in Deutschland die Felder ausgezehrt. Dort, wo keine Feuchtigkeit die Erde mehr bindet, facht der Wind regelrechte Sandstürme an, wie Videoaufnahmen zeigen.

Ein Feld bei Liebenwalde in Brandenburg – Sand soweit das Auge reicht. Nur 30 Kilometer nördlich von Berlin hat die Trockenheit der vergangenen Wochen eine regelrechte Wüstenlandschaft entstehen lassen. Der Wind, der über das weite Land weht, facht dabei kleinere Sandstürme an, wie Videoaufnahmen aus den letzten Tagen zeigen.

Für die Autofahrer auf der nahen Bundesstraße 167 ist das nicht ungefährlich – der aufgewirbelte Sand kann ihnen die Sicht erheblich einschränken. Ähnliche Phänomene beobachtete die Polizei zuletzt auch in anderen Regionen Deutschlands, vor allem im Osten – weshalb sie dort nun zu erhöhter Vorsicht rät.

Höchstgeschwindigkeit herabgesetzt

In Mecklenburg-Vorpommern etwa warnt die Polizei dieser Tage vor einer erhöhten Gefahr durch Sandstürme. An mehreren Autobahnabschnitten wurden am Dienstag wegen des trockenen und windigen Wetters Warnschilder mit den Hinweisen "Gefahrenstelle" und "Sandsturm" aufgestellt. Teilweise wurde auch die erlaubte Höchstgeschwindigkeit herabgesetzt, wie die Polizei mitteilte.

Auf der Autobahn 20 zwischen Strasburg und Pasewalk sowie am Dreieck Wittstock von A24 und A19 galt laut Verkehrsministerium wegen der Sandsturmgefahr für einige Stunden ein Tempolimit von 80 Kilometer pro Stunde. Auf der A24 zwischen Neustadt-Glewe und Parchim sei die Höchstgeschwindigkeit wegen einer Baustelle ohnehin gesenkt. Dort seien zusätzlich Hinweisschilder aufgestellt worden.


Staubstürme sind bei Trockenheit, Wind und bloßen Feldern in Mecklenburg-Vorpommern keine Seltenheit. Vor acht Jahren hatte ein solcher katastrophale Folgen: Auf der A19 ereignete sich in einem Staubsturm eine Massenkarambolage, bei der acht Menschen starben. Seither wurden dem Ministerium zufolge die Beratung der Landwirte verstärkt und ein landesweites Erosionsereignis-Kataster aufgebaut. Die Forderung von Umweltschützern nach mehr Feldhecken, um die Ackerkrume zurückzuhalten, wurde bislang nicht in größerem Stil umgesetzt.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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