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Papst Franziskus: Ketzer-Beschuldigung und Petition von konservativen Theologen

Gegenwind für Franziskus  

Konservative Theologen beschuldigen Papst der Ketzerei

04.05.2019, 17:39 Uhr | dpa, jmt

Papst Franziskus: Ketzer-Beschuldigung und Petition von konservativen Theologen. Papst Franziskus bei der Ostermesse auf dem Petersplatz im Vatikan: Konservative fahren einen scharfen Angriff auf das Oberhaupt der Katholischen Kirche. (Quelle: Reuters/Vatican Media)

Papst Franziskus bei der Ostermesse auf dem Petersplatz im Vatikan: Konservative fahren einen scharfen Angriff auf das Oberhaupt der Katholischen Kirche. (Quelle: Vatican Media/Reuters)

Mit einem offenen Brief an die Bischöfe der Katholischen Kirche machen konservative Theologen ihrem Ärger Luft: Papst Franziskus lehne in "Worten und Taten" die katholische Lehre weitgehend ab.

Konservative katholische Theologen und Kleriker haben Papst Franziskus in einem offenen Brief unter anderem in Fragen der Sexualmoral Ketzerei vorgeworfen und ihn zur Umkehr aufgerufen. Eine Online-Petition zur Unterstützung ihres Anliegens wurde bis Samstagmittag von gut 3.400 Menschen unterschrieben. Sollte der Papst seinen Standpunkt nicht ändern, müsse er sein Amt aufgeben, fordern die Autoren des Briefes vom 30. April. Kardinäle sind nicht darunter.

Kritik an apostolischem Schreiben

"Die Worte und Taten von Papst Franziskus stellen eine weitgehende Ablehnung der katholischen Lehre zu Ehe und Sexualität, zur Sittenlehre sowie zur Gnadenlehre und zur Lehrer zu einer Vergebung der Sünden dar", heißt es in einer veröffentlichten Zusammenfassung des 20 Seiten langen Briefes.

Seit seiner Wahl 2013 ist Papst Franziskus nicht nur mit seinem lockeren Stil den Traditionalisten innerhalb der katholischen Kirche ein Dorn im Auge. Neben seiner Abweichung von einem strengen Protokoll im Umgang mit Gläubigen stört die Konservativen seine Offenheit gegenüber Schwulen und Lesben sowie Geschiedenen und Ungläubigen. In der Kritik steht unter anderem sein apostolisches Schreiben "Amoris Laetitia" von 2016, in dem er das Kommunionsverbot für wiederverheiratete Geschiedene infrage stellt.


In dem offenen Brief wird dem Papst auch vorgeworfen, Schwule und Sexualstraftäter im Klerus zu schützen. Ebenfalls kritisiert wird seine Einstellung zu China, zu Protestanten und Muslimen sowie zu der italienischen früheren Ministerin und EU-Kommissarin Emma Bonino, die als Befürworterin der Abtreibung und der Sterbehilfe gilt. Ähnliche Attacken interner Gegner hat Franziskus bisher weitgehend ignoriert.

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