Sie sind hier: Home > Panorama > Wetter > Kolumne - Michaela Koschak >

Perseiden 2019: Wann Sie die Sternschnuppen am besten sehen können

MEINUNGRiesiger Sternschnuppenregen  

Das ist die beste Zeit, um das Spektakel am Himmel zu beobachten

Von Michaela Koschak

12.08.2019, 17:47 Uhr
 (Quelle: imago images / ZUMA Press)

Bis zu 100 pro Stunde: In dieser Nacht geht auf die Erde ein regelrechter Sternschnuppen-Hagel nieder. (Quelle: ProSieben)

Sternschnuppen-Nacht: Hier kann man das Himmelsspektakel am besten sehen

Es ist die Nacht, in der die meisten Sternschnuppen zu sehen sind. Vom 12. auf den 13. August treffen die meisten Meteore auf die Erde und sorgen für ein echtes Himmelsspektakel. Fachleute rechnen an diesem Perseiden-Wochenende mit bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde. (Quelle: ProSieben)

Bis zu 100 pro Stunde: In dieser Nacht geht auf die Erde ein regelrechter Sternschnuppen-Hagel nieder. (Quelle: ProSieben)


Der sommerliche Sternschnuppenregen erreicht in der Nacht zu Dienstag seinen Höhepunkt. Wie es dazu kommt und wann der beste Zeitpunkt für einen Blick gen Himmel ist, weiß Wetterexpertin Michaela Koschak.

Neben den Unwettern, Tornados, Superzellen und dem Sturm im Nordwesten in der letzten Woche gibt es auch etwas Schönes zum Wetter zu berichten.

Wann haben Sie sich zum letzten Mal etwas gewünscht?

Also meine Kinder gefühlt zehn Mal am Tag: Der Weihnachtsmann, der Nikolaus und der Osterhase zusammen hätten täglich jede Menge zu tun, wenn sie ernsthaft an den Wünschen unserer Knirpse arbeiten müssten.

Aber ehrlich, wer würde nicht gern mal einen kleinen Herzenswunsch erfüllt bekommen?

Kleine Staubteilchen tauchen in die Erdatmosphäre ein und verglühen

Versuchen Sie es doch in den nächsten Nächten einmal, wenn Sie nach oben schauen. Denn da werden so einige Sternschnuppen vom Himmel fallen und da darf man sich ja bekanntlich etwas wünschen.

Jedes Jahr Mitte Juli bis Ende August durchkreuzt die Erde auf dem Weg um die Sonne nämlich den Meteorstrom der Perseiden. Sie stammen von einem Kometen, der den witzigen Namen "109P/Swift-Tuttle" trägt. Er verliert stecknadelkopfgroße Staubteile, die in die Erdatmosphäre eintauchen und verglühen. Diese Trümmerteile des Kometen sind übrigens ziemlich schnell, nämlich mit 60 Kilometern pro Sekunde unterwegs. Beim Eintritt in die Atmosphäre erzeugen sie in 80 bis 100 Kilometern Höhe durch ihr Verglühen Lichterscheinungen.


Michaela Koschak ist Wetter- und Klimaexpertin und kennt sich mit der Atmosphäre bestens aus. Wenn Sie manchmal unsicher sind, was es mit der Klimakrise und dem Wetter auf sich hat, lesen Sie die Kolumne unserer Diplom-Meteorologin. Je mehr Sie zum Thema wissen, desto weniger verfallen Sie in Panik und desto bewusster und schonender gehen Sie mit der Umwelt um.

In der Nacht vom 12. auf den 13. August ist der Höhepunkt dieses Sternschnuppenregens, da können bis zu 100 Schnuppen pro Stunde am Himmel entdeckt werden. Der scheinbare Ausgangspunkt der Meteore liegt im Sternbild des Perseus, deshalb der Name.

Zwischen 2 und 4 Uhr nachts sehen Sie am meisten

Suchen Sie sich am besten gemütlich mit einer Decke einen sehr dunklen Ort, außerhalb von Lichtquellen, und genießen Sie. Dabei ist es zwischen 2 und 4 Uhr nachts am dunkelsten, bis dahin werden allerdings nicht viele von Ihnen durchhalten – und wenn, dann bringt das wohl am nächsten Tag ziemlich dunkle Augenringe.


Wer es in der kommenden Nacht wegen Terminen oder Wolken nicht schafft, kann es auch in den Nächten darauf noch probieren – bis zum 24. August sind die Perseiden noch aktiv.

Regen hält sich örtlich recht zäh 

Allerdings gibt es heute Abend in der Westhälfte und der Mitte zunächst noch teils heftige Regenduschen und Gewitter, die aber mehr und mehr nachlassen. Nur an der Nordsee kann es auch nach Mitternacht noch schauern und vor allem in Bayern hält sich der Regen im Südosten recht zäh. Sonst kommen aber immer wieder zwischen einigen Wolkenfeldern die Sterne zum Vorschein, im Verlauf werden die Wolkenlücken immer zahlreicher.

In der Osthälfte ist es dazu mit 16 bis 18 Grad noch recht mild um Mitternacht, sonst braucht man bei 13 bis 15 Grad dann schon ein Jäckchen zum Schnuppenschauen.

Nächster Schnuppenregen erst wieder im November

Wer in diesen Tagen keine Sternschnuppen erspäht, muss sich bis November gedulden. Dann gibt es die Leoniden, ein weiterer jährlich wiederkehrender Sternschnuppenregen. Allerdings braucht man da mit Sicherheit Schal und Mütze, denn in Deutschland ist es im November bekanntlich deutlich frischer als im Moment.
 


Aber ich wünsche Ihnen auf jeden Fall für die kommenden Nächte viele Freiwünsche, und auch wenn sie nicht in Erfüllung gehen – ein Lächeln zaubert es mit Sicherheit auf Ihr Gesicht, und auch schon das tut zum Wochenstart gut.

Ihre Meinung zählt!

Wir freuen uns auf angeregte und faire Diskussionen zu diesem Artikel.
Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

Gefällt 0 Gefällt nicht0
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal