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London: 13-Jährige aus Mönchengladbach stirbt auf Klassenfahrt

Ermittlungen aufgenommen  

13-Jährige stirbt auf Klassenfahrt in London

03.09.2019, 21:00 Uhr | dpa

London: 13-Jährige aus Mönchengladbach stirbt auf Klassenfahrt. Ein Krankenwagen in London (Symbolbild): Hier war das Mädchen auf Klassenfahrt.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein Krankenwagen in London (Symbolbild): Hier war das Mädchen auf Klassenfahrt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine Schülerin ist auf einem Schulausflug nach London gestorben. Grund war wahrscheinlich eine Erkrankung. Ob die Lehrer ihre Aufsichtspflicht verletzt haben, klärt jetzt die Staatsanwaltschaft. 

Nach dem Tod einer zuckerkranken 13-Jährigen auf einer Klassenfahrt in London ermittelt die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach gegen Aufsichtspersonen. Mitschüler sollen bei dem Aufenthalt darauf hingewiesen haben, dass es dem an Diabetes erkrankten Mädchen nicht gut gehe. Lehrer oder andere Aufsichtspersonen sollen sich zu spät um die Schülerin gekümmert haben. 

"Das ist der Vorwurf, der letztlich erhoben worden ist. Inwieweit das zutrifft und wie sich der Sachverhalt tatsächlich gestaltet, ist Gegenstand der Ermittlungen", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Der Vater des Mädchen erstattete nach Angaben der Staatsanwaltschaft am 23. August Anzeige. 

Hilflos: Mitschüler konnten keinen Lehrer finden 

Der Anwalt des Vaters erstattete Anzeige aufgrund der Schilderungen von Mitschülerinnen. Demnach hatte sich die 13-Jährige bereits am Ankunftstag nach dem Essen übergeben. "Die Bemühungen der Kinder, einen Lehrer ausfindig zu machen, schlugen am Donnerstag fehl", sagte Voßmeyer. Als sich das Mädchen ständig weiter übergab, sollen ihm die Kinder zur Toilette geholfen und schließlich einen Eimer hingestellt haben. Die Mitschülerin soll immer schwächer geworden sein.

Am nächsten Morgen seien dann mehrere Kinder zu den Lehrern gegangen und hätten die Lage geschildert. Niemand habe nach dem Mädchen geschaut. "Die Kinder haben sich bemüht, selber damit fertig zu werden." Sie sollten in Absprache mit einer Lehrerin auf die 13-Jährige aufpassen.
 

 
Erst Samstagvormittag soll dann eine Lehrerin bei der kranken Schülerin erschienen sein – weil die Abreise bevorstand. Da sei das Mädchen so schwach gewesen, dass es sich nicht mehr selbst aufrichten konnte. Erst dann sei ein Rettungswagen bestellt worden. Das Mädchen starb nach seinen Angaben am Sonntag um 14 Uhr im Krankenhaus.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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