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"Bitte keine Araber": Aufregung um Bewerbungspanne

  • Josephin Hartwig
Von Josephin Hartwig

15.01.2020Lesedauer: 2 Min.
Screenshot der betreffenden E-Mail: Auf Twitter ist die Emp├Ârung ├╝ber die Antwort des Architekturb├╝ros gro├č.
Screenshot der betreffenden E-Mail: Auf Twitter ist die Emp├Ârung ├╝ber die Antwort des Architekturb├╝ros gro├č. (Quelle: Getty images/DENYS PRYKHODOV/T-Online-bilder)
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In den sozialen Medien wird ├╝ber die Reaktion eines Berliner Architekturb├╝ros auf einen arabischen Bewerber diskutiert. Nun bezieht die Firma selbst Stellung zu den Rassismusvorw├╝rfen.

Ein Fall von wom├Âglich rassistischer Diskriminierung durch ein Berliner Architekturb├╝ro l├Âst in sozialen Netzwerken Emp├Ârung aus. Die Autorin Bahar Aslan, die sich gegen Rassismus einsetzt, hat auf Twitter eine E-Mail geteilt, die ein Bewerber offenbar aus Versehen von dem Architekturb├╝ro als Antwort erhielt. In der Email hei├čt es nur: "Bitte keine Araber, Swantje". Die Mail sollte offenbar an einen Adressaten innerhalb der Firma gehen ÔÇô und landete stattdessen bei dem Bewerber.

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Der Tweet mit einem Screenshot der E-Mail wurde inzwischen mehr als 1.000 Mal geteilt (Stand: Mittwochmittag). Die Aussage hat eine Debatte ├╝ber Rassismus bei Bewerbungen entfacht. Hunderte Menschen kommentieren ungl├Ąubig und mit Wut. Viele rufen den Bewerber, der nicht namentlich genannt ist, dazu auf, gegen das Architekturb├╝ro zu klagen.

Architekturb├╝ro besch├Ąftigt Menschen aus neun Nationen

Das Architekturb├╝ro, von dem die Email verschickt wurde, hat sich in einer offiziellen Stellungnahme zu den Vorw├╝rfen ge├Ąu├čert. Darin hei├čt es: "Wir respektieren nicht nur Menschen aller Nationen, wir bauen auch mit ihnen, f├╝r sie und auf sie." Derzeit seien Menschen aus neun Nationen besch├Ąftigt, auf drei Kontinenten. Auch im arabischen Raum habe das B├╝ro bereits gearbeitet.

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"Selbstverst├Ąndlich respektieren wir nicht nur Menschen, sondern auch Gesetze wie das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz", schreibt der Gesch├Ąftsf├╝hrer in einer Pressemitteilung. Es sei in diesem Fall zu einem Missverst├Ąndnis gekommen. Die Bewerbung sei versehentlich einer Stellenausschreibung f├╝r laufende Projekte in China zugeordnet worden. Das Profil des Bewerbers passte nicht dazu, da chinesische Sprachkenntnisse und Projekterfahrung in China Voraussetzungen sind. "Da der Bewerber diese Kriterien nicht erf├╝llt, wurde die Bewerbung zun├Ąchst an das Sekretariat mit verk├╝rztem Kommentar zur├╝ckgeschickt", erkl├Ąrt der Gesch├Ąftsf├╝hrer. Das Unternehmen habe sich bei dem Bewerber entschuldigt.

Zahlreiche Google-Rezensionen f├╝r das Unternehmen sind in den vergangenen Stunden eingegangen. Nutzer geben der Firma die kleinstm├Âgliche Anzahl an Sternen und kommentieren dazu: "Bitte keine Araber? Bitte keine guten Bewertungen." oder auch "Leider sind die moralischen Standards der Chefin zweifelhaft."

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Inzwischen haben sich auch bekannte Pers├Ânlichkeiten auf Twitter ge├Ąu├čert. Die ZDF-Moderatorin Dunja Hayali schreibt zum Beispiel: "Ich w├╝nschte, ich h├Ątte ein Architektenb├╝ro."

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In Deutschland gibt es das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Darin ist festgeschrieben, dass kein Mensch aufgrund seiner Rasse, seiner ethnischen Herkunft, seines Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, wegen seines Alters oder der sexuellen Identit├Ąt benachteiligt werden darf.

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