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Frankreich: Fünf Kinder sterben bei Verkehrsunfall auf Autobahn A7

Familie verunglückt  

Fünf Kinder sterben bei Verkehrsunfall in Südfrankreich

21.07.2020, 12:17 Uhr | AFP, dpa

Frankreich: Fünf Kinder sterben bei Verkehrsunfall auf Autobahn A7. Retter und Feuerwehrleute an der Unfallstelle auf der Autobahn A7 bei Valence. (Quelle: dpa/Olivier Chassignole)

Retter und Feuerwehrleute an der Unfallstelle auf der Autobahn A7 bei Valence. Foto: Olivier Chassignole/AFP/dpa. (Quelle: Olivier Chassignole/dpa)

Verheerender Unfall auf der "Sonnenautobahn" A7 in Südfrankreich: Ein Auto mit neun Familienmitgliedern an Bord ist in Brand geraten und von der Straße abgekommen. Nur vier Menschen überlebten schwerverletzt.

Mitten in den Sommerferien schockiert ein grausames Verkehrsunglück Frankreich: Fünf Kinder verbrannten auf der "Sonnenautobahn" A7, als der Familienwagen aus bisher ungeklärten Gründen in Flammen aufging. Der französische Innenminister Gérald Darmanin sprach bei einem Besuch an der Unfallstelle am Dienstagmorgen von einem "besonders dramatischen Unglück".

Die fünf Todesopfer waren zwischen drei und 14 Jahren alt, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Vier weitere Insassen des Wagens – drei Erwachsene und ein sieben Jahre altes Kind – wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Die Leichen der toten Kinder seien so stark verbrannt, dass ihre Identifizierung schwierig sei, sagte Staatsanwalt Alex Perrin.

Bremsen des Autos sollen defekt gewesen sein

Das Unglück ereignete sich nach Angaben der Ermittler am frühen Montagabend auf Höhe der Gemeinde Albon bei der Stadt Montélimar. Das Auto soll bereits Feuer gefangen haben, bevor es sich überschlug, berichtete Präfekt Moutouh. Das würden Überwachungsvideos zeigen. "Man sieht Rauch, das Fahrzeug beginnt Feuer zu fangen. Offensichtlich versuchte der Fahrer, auf den Standstreifen zu kommen. Aber die Bremsen haben nicht funktioniert." Ähnlich äußerte sich Staatsanwalt Perrin. In dem Kleinbus soll außerdem nur Platz für sieben Menschen gewesen sein. Dies sei aber wahrscheinlich nicht die Ursache für das Unglück, so Perrin.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron meldete sich vom EU-Gipfel in Brüssel per Twitter zu Wort. "Ich teile die ungeheure Trauer der Angehörigen der Opfer. Meine Gedanken sind auch bei den Verletzten und all denen, die mobilisiert wurden, um ihnen zu helfen", schrieb er. Innenminister Gérald Darmanin fuhr noch am Abend zur Unglücksstelle. "Es gibt Tausende von Toten auf den Straßen, besonders in den Sommermonaten, deshalb müssen wir die Franzosen zur Vorsicht ermuntern, besonders wenn sie Kinder an Bord haben", mahnte er.

Nach Angaben der französischen Verkehrssicherheitsbehörde fahren in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie besonders viele Menschen mit dem Auto. Kurz vor Ferienbeginn im Juni war die Zahl der Verkehrstoten in Frankreich noch um 29 Prozent gesunken. Im vergangenen Jahr wurden in dem Land laut Innenministerium mehr als 3200 Tote auf den Straßen gezählt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen AFP, dpa

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