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Militärflugzeug in der Ukraine abgestürzt – 26 Menschen tot, Ursache unklar

Unglück in der Ukraine  

Militärflugzeug abgestürzt – 26 Menschen tot

26.09.2020, 16:06 Uhr | dpa

Ein Trümmerteil der abgestürzten Maschine in der Ukraine. (Qulle: Glomex) (Quelle: Euronews)
Mindestens 25 Tote nach Absturz von Militärflugzeug in der Ukraine

An Bord der 43 Jahre alten Maschine befanden sich neben der Besatzung Kadetten einer Luftwaffenhochschule. (Quelle: Euronews)

Absturz eines Militärflugzeugs: Aufnahmen zeigen das Trümmerfeld am Unglücksort im Osten der Ukraine. (Quelle: Euronews)


In der krisengeschüttelten Ukraine ist ein Militärflugzeug mit Auszubildenden der Luftstreitkräfte abgestürzt. Die Absturzstelle liegt in der Nähe der russischen Grenze.

Nach dem Absturz einer Militärmaschine im Osten der Ukraine hat sich die Zahl der Todesopfer auf 26 erhöht. "Die Ukraine hat 26 ihrer Söhne verloren", erklärte der Präsident des Landes, Wolodymyr Selenskyj, am Samstag auf Facebook und rief einen nationalen Tag der Trauer aus. 

Zwei der Insassen überlebten den Absturz zunächst, einer der beiden erlag aber später seinen Verletzungen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Der zweite Überlebende befand sich nach Angaben der behandelnden Militärklinik nicht in Lebensgefahr. Der Gebietsgouverneur Alexej Kutschera sagte bei einem Besuch an der Stelle, dass vor dem Absturz ein Triebwerk des Flugzeugs ausgefallen sei. Die genaue Ursache des Unglücks war aber zunächst unklar. Viel Militärgerät in der chronisch klammen Ukraine ist veraltet.

Flugzeug steht in Flammen: 28 Menschen sollen an Bord der Maschine in der Ukraine gewesen sein. (Quelle: AP/dpa/Emergency Situation Ministry )Flugzeug steht in Flammen: 28 Menschen sollen an Bord der Maschine in der Ukraine gewesen sein. (Quelle: Emergency Situation Ministry /AP/dpa)

Nach Darstellung der Behörden waren 27 Menschen an Bord der Antonow, vor allem junge Rekruten der Universität der Luftstreitkräfte. Sie hatten einen Übungsflug absolviert und waren auf dem Rückweg. Zunächst war von 28 Insassen die Rede gewesen, allerdings war ein Auszubildender wohl nicht zu der Übung erschienen.

20 Studenten an Bord der Maschine

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell reagierte bestürzt auf die Nachricht aus der Ukraine, die er in dieser Woche das erste Mal im Amt selbst besucht hatte. Er drückte im Kurznachrichtendienst Twitter den Familien der Opfer sein Beileid und dem ukrainischen Präsidenten Wolodomyr Selenskyi sein Mitgefühl aus. Selenskyj will die Unglücksstelle an diesem Samstag besuchen.

Auf Bildern in sozialen Netzwerken war unmittelbar nach dem Absturz ein im Dunkeln brennendes Wrack zu sehen. Wenig später gab es Videos von den gelöschten Trümmerteilen, die breit gestreut in einem unbewohnten Gebiet mit Bäumen lagen.

Insgesamt seien 7 Besatzungsmitglieder und 20 Studenten der Universität an Bord gewesen, hieß es. Zwei Insassen hätten schwerste Verletzungen davongetragen. Die Behörden hatten zuvor während des Abends die Zahl der Toten immer wieder erhöht.

Immer wieder sterben Menschen bei Scharmützeln

Die Region liegt rund 40 Kilometer von der russischen Grenze entfernt im Osten der krisengeschüttelten Ukraine, aber nicht im dortigen Kriegsgebiet. Für das Militär des Landes ist das ein neuer schwerer Schlag. Die Streitkräfte kämpfen in der Krisenregion gegen prorussische Separatisten. In den betroffenen Teilen der Regionen Luhansk und Donezk sterben immer wieder Menschen bei Scharmützeln.

In dem Krieg gab es seit 2014 nach Schätzungen der Vereinten Nationen mehr als 13.000 Tote. In dem blutigen Konflikt vermitteln Deutschland und Frankreich. Allerdings gerieten die Versuche einer friedlichen Lösung der Krise zuletzt wieder ins Stocken. Die Ukraine und die von Russland unterstützten Separatisten werfen sich gegenseitig vor, zu wenig für die Umsetzung eines Friedensplanes zu tun.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa 

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