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Baby Martin wurde im Rettungshubschrauber geboren

Von dpa
Aktualisiert am 01.02.2021Lesedauer: 1 Min.
Mutter Sonja liegt mit Baby Martin Timotheus auf der Geburtsstation der Klinik Osnabr├╝ck. Dahinter stehen die "fliegenden Geburtshelfer" vom ADAC.
Mutter Sonja liegt mit Baby Martin Timotheus auf der Geburtsstation der Klinik Osnabr├╝ck. Dahinter stehen die "fliegenden Geburtshelfer" vom ADAC. (Quelle: ADAC Luftrettung/dpa)
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Mettingen/Osnabr├╝ck (dpa) - Nicht einmal der Helikopter ist f├╝r den kleinen Martin Timotheus aus Nordrhein-Westfalen schnell genug gewesen: Der Junge ist im Anflug auf das Klinikum Osnabr├╝ck (Niedersachsen) in etwa 150 Metern H├Âhe zur Welt gekommen.

Die Geburt bei mehr als 200 Stundenkilometern haben sowohl der S├Ąugling (3620 Gramm, 53 Zentimeter) als auch die 24 Jahre alte Mutter aus Mettingen gut ├╝berstanden, wie ein Sprecher des ADAC mitteilte. Die Rettungsleitstelle hatte den Hubschrauber Mitte Januar zur Mutter geschickt, nachdem bei ihr einige Tage fr├╝her als vorgesehen die Wehen eingesetzt hatten. Der Heli braucht f├╝r die Strecke nur wenige Minuten.

Dass der Rettungshubschrauber zum Krei├čsaal wird, ist eine absolute Seltenheit. "Der letzte von uns dokumentierte Fall liegt 28 Jahre zur├╝ck. Das war 1992 bei dem in M├╝nchen stationierten Rettungshubschrauber "Christoph 1"", erz├Ąhlte ADAC-Sprecher Jochen Oesterle. "Unseren Crews wird derzeit an der Coronafront alles abverlangt. Diese Geburt ist daher f├╝r uns alle ein gl├╝ckliches Geschenk und ein wunderbarer Lichtblick in der Pandemiezeit."

Mutter Sonja Lammers wurde von dem Einsatz des Rettungshubschraubers ├╝berrascht. "Es ging ja nicht, dass mein Mann mitfliegt, also ist er mit dem Auto zum Klinikum gefahren - und als er angekommen ist, war er bereits Papa", wird sie in der Mitteilung zitiert. Das Hebammenteam erwartete Baby und Mutter direkt auf dem Flugfeld. "Bei uns ist das jetzt nat├╝rlich ├╝berall ein gro├čes Gespr├Ąchsthema und ich werde damit aufgezogen, dass sich unsere n├Ąchsten Kinder vielleicht etwas mehr Zeit lassen sollten", sagte Lammers.

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