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Schlepper bekommen riesiges Schiff im Suezkanal nicht frei

  • Anna-Lena Janzen
Von Anna-Lena Janzen

Aktualisiert am 25.03.2021Lesedauer: 2 Min.
Stau im Suezkanal: Noch immer steckt ein Containerschiff auf dem wichtigsten Wasserweg weltweit fest – und blockiert die Fahrt fĂŒr zahlreiche weitere Schiffe. (Quelle: Reuters)
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Ein 400 Meter langes Containerschiff blockiert weiter eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Auch zehn Schlepper konnten den Suezkanal nicht wieder frei machen. Bilder zeigen die prekĂ€re Situation des Schiffs.

Ein verunglĂŒcktes Containerschiff hat am Mittwochabend weiter den Suezkanal blockiert. Zehn Schlepper bemĂŒhten sich zunĂ€chst vergeblich, das etwa 400 Meter lange Schiff aus seiner Querlage in einer der wichtigsten Wasserstraßen der Welt zu befreien. Der Branchendienstleister GAC korrigierte am Nachmittag frĂŒhere Angaben, wonach die "Ever Given" wieder zum Teil flott gemacht worden sei.

Auf Fotos war zu sehen, wie Bagger Erde und Gestein von Rande des Kanals am Bug des Schiffs herausrissen. Der Ölpreis legte auch wegen des UnglĂŒcks um etwa sechs Prozent zu. Einem Insider zufolge sollten die Arbeiten in der Nacht fortgesetzt werden, soweit das Wetter es erlaube.

Der 224.000 Tonnen schwere und 59 Meter breite Frachter gehört zu den grĂ¶ĂŸten Containerschiffen der Welt. Der Hafenbehörde zufolge war er im Zuge eines Sandsturms bei starkem Wind manövrierunfĂ€hig geworden, vom Kurs abgekommen und in der NĂ€he der Hafenstadt Suez auf Grund gelaufen. In beiden Richtungen stauten sich Schiffe.

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"Wie die Vollsperrung einer Autobahn"

Der Verband Deutscher Reeder warnte vor den Auswirkungen einer lĂ€ngeren Blockade. "Das ist wie die Vollsperrung einer großen deutschen Autobahn. Je lĂ€nger das dauert, desto deutlicher werden die Auswirkungen zu sehen sein", sagte ein Sprecher. Auch nach der Blockade des Suezkanals komme vermutlich auf die HĂ€fen eine weitere Ballung zu. Dann kĂ€men alle Frachter auf einmal zur Abfertigung.

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Nach Angaben von Experten und aus Schifffahrtskreisen dĂŒrfte auf den japanischen Eigner Shoei Kisen und die Versicherer Forderungen in Millionenhöhe zukommen. "Alles fĂ€llt auf das Schiff zurĂŒck", sagte David Smith, zustĂ€ndig fĂŒr die Seefahrt beim Versicherungsbroker McGill and Partners. Zwei Insidern zufolge ist die "Ever Given" bei japanischen Firmen versichert.

Der Frachter "Ever Given" steckt im Suezkanal fest: Die Internetplattform Vesselfinder zeigt mehrere Schlepperboote neben dem großen Containerschiff.
Der Frachter "Ever Given" steckt im Suezkanal fest: Die Internetplattform Vesselfinder zeigt mehrere Schlepperboote neben dem großen Containerschiff. (Quelle: Screenshot/Vesselfinder.com)

In Branchenkreisen war von 100 bis 140 Millionen Dollar an Versicherungssumme allein fĂŒr SchĂ€den am Rumpf und den Maschinen die Rede. Zudem dĂŒrften die Besitzer der gestauten Schiffe einen Ausgleich fordern. Ein Anwalt, der namentlich nicht genannt werden wollte, sagte: "Das ist möglicherweise das grĂ¶ĂŸte Desaster mit einem Containerschiff, bei dem es keinen Knall gab." Eine Stellungnahme von Shoei Kisen lag nicht vor.

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Durch den Suezkanal fließen rund zwölf Prozent des globalen Frachtvolumens und etwa 30 Prozent des Containervolumens. Im vergangenen Jahr passierten der Kanalbehörde zufolge fast 19.000 Schiffe und damit durchschnittlich fast 52 Schiffe pro Tag die Wasserstraße.

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Die alternative Route um die SĂŒdspitze Afrikas dauert gut eine Woche lĂ€nger. FĂŒr Ägypten ist der Kanal eine wichtige Quelle von harten WĂ€hrungen: Die Summe betrug 2020 etwa 5,6 Milliarden Dollar.

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