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Große Mehrheit vertraut nicht in Angela Merkels Impfversprechen

Frist bis 21. September  

Große Mehrheit vertraut nicht in Merkels Impfversprechen

05.04.2021, 04:43 Uhr | dpa

Große Mehrheit vertraut nicht in Angela Merkels Impfversprechen. Eine Frau erhält eine Astrazeneca-Impfung in Hamburg (Archivbild). Die Deutschen sind skeptisch, ob alle bis September geimpft werden können. (Quelle: imago images/ Jörg Böthling)

Eine Frau erhält eine Astrazeneca-Impfung in Hamburg (Archivbild). Die Deutschen sind skeptisch, ob alle bis September geimpft werden können. (Quelle: Jörg Böthling/imago images)

Fast zwei Drittel der Deutschen glaubt nicht daran, dass die Bundesregierung wie versprochen jedem Impfwilligen bis zum 21. September eine Corona-Impfung anbieten kann.

Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur erwartet nur knapp ein Viertel (23 Prozent), dass das Impfziel in Deutschland eingehalten wird. 62 Prozent rechnen dagegen nicht damit. 15 Prozent machten keine Angaben. Eine Umfrage im Auftrag von t-online kam nach dem Chaos im den Impfstoff von Astrazeneca zu ähnlichen Ergebnissen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat mehrfach angekündigt, bis zum 21. September allen Erwachsenen in Deutschland, die geimpft werden wollen, ein Angebot machen zu wollen. Das Vertrauen in dieses Versprechen ist in den vergangenen beiden Monaten gesunken. In einer vergleichbaren YouGov-Umfrage Anfang Februar hatten noch 26 Prozent daran geglaubt, dass das Ziel erreicht wird. 57 Prozent hatten schon damals kein Vertrauen in das Versprechen.

Auch die eigenen Wähler vertrauen Merkel nicht

Die Skepsis überwiegt selbst in Merkels eigenen Reihen. 53 Prozent der Wähler von CDU und CSU glauben nicht an ein Impfangebot für alle bis zum Ende des Sommers. Bei allen anderen im Bundestag vertretenen Parteien ist das Vertrauen in das Impfversprechen noch geringer. Von den Wählern von Grünen und Linken halten jeweils 61 Prozent es für unrealistisch, bei den Anhängern der SPD sind es schon 63 Prozent, bei der FDP 73 und bei der AfD sogar 82 Prozent.

Die Corona-Impfungen in Deutschland sind im Vergleich zu Ländern wie Großbritannien oder den USA schleppend angelaufen. Nach Ostern sollen sie auch in bundesweit 35 000 Hausarztpraxen starten und dort allmählich hochgefahren werden. Später sollen auch Fachärzte, Privatärzte und Betriebsärzte mitimpfen.

Die Impfbereitschaft ist seit der letzten vergleichbaren YouGov-Umfrage Mitte Januar leicht gesunken. Damals sagten 67 Prozent, dass sie sich impfen lassen wollen. Jetzt sind es 57 Prozent plus 8 Prozent, die bereits geimpft sind - zusammen also nur 65 Prozent. 18 Prozent wollen sich nicht impfen lassen, 16 Prozent haben sich noch nicht entschieden oder machten keine Angaben.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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