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Bei Corona-Protest: Kamerateam bei Dreh in Zwickau angegriffen

Situation bei TV-Dreh in Sachsen eskaliert  

Video zeigt: Impfgegner attackieren Kamerateam brutal

Von Sonja Eichert und Axel Krüger

09.11.2021, 15:14 Uhr
Skandal-Vorfall nach neuen Corona-Regeln in Sachsen

Bei einem Dreh für den MDR im sächsischen Zwickau wurde am Montagabend ein Kamerateam angegriffen. Die Männer kamen wohl aus dem rechtsextremen Spektrum. (Quelle: t-online)

Angriff auf Kamerateam: Mehrere Männer werden gegenüber den Journalisten und der Polizei handgreiflich. (Quelle: t-online)


Bei Demonstration von Corona-Zweiflern in Zwickau sind mehrere Männer auf ein Kamerateam losgegangen. Ein Video des neuesten Angriffs auf Medienvertreter sorgt für Aufsehen.

Ein Kamerateam filmt bei einer Versammlung gegen Corona-Maßnahmen in Zwickau, dann gehen mehrere Männer auf sie los: Die Aufnahmen des Journalisten Marcel Siepmann, die am Montagabend entstanden, wurden auf Twitter schon über 100.000 Mal angesehen. Die Versammlung wurde von Rechtsextremisten mitorganisiert, sie standen auch im Fokus des Filmdrehs für den MDR. Der Sender verurteilte den Angriff und teilte mit, dass Anzeige erstattet worden sei.

Den Angriff auf die Journalisten und wie sich die Situation weiter entwickelte, sehen Sie hier oder oben im Video.

Sachsen ist mit einer Inzidenz von 483,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen (Stand: 09.11.2021) Spitzenreiter unter den deutschen Bundesländern. Gleichzeitig sind dort mit 59,3 Prozent die wenigsten Menschen gegen das Coronavirus geimpft. 

Angriffe auf Journalisten sind in Sachsen, aber auch in anderen Bundesländern keine Einzelfälle. Im vergangenen Jahr wurden mehr Übergriffe gezählt als je zuvor. Dem Europäischen Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (ECPMF) zufolge gab es 2020 in Deutschland 69 tätliche Angriffe, 31 davon seien eindeutig dem rechten Spektrum zuzuordnen gewesen. Bei 71 Prozent der Fälle gab es einen Zusammenhang mit Versammlungen zur Corona-Pandemie.

19 Angriffe ereigneten sich den Angaben nach in Sachsen, welches die Liste in den Vorjahren angeführt hatte. Nur in Berlin gab es 2020 noch mehr Vorfälle, dort waren es 23.

Verwendete Quellen:

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