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Mobbing unter Erwachsenen nimmt zu

Von dpa
Aktualisiert am 18.11.2021Lesedauer: 2 Min.
Corona hat dem Cybermobbing zusÀtzliche Wucht verliehen (Symbolbild).
Corona hat dem Cybermobbing zusÀtzliche Wucht verliehen (Symbolbild). (Quelle: Nicolas Armer/dpa./dpa)
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Karlsruhe (dpa) - Immer mehr Erwachsene sind von Mobbing und dabei vor allem von digitaler Hetze, dem sogenannten Cybermobbing, betroffen.

Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des BĂŒndnisses gegen Cybermobbing weist der Anstieg eine "bedrohliche Dynamik" auf - zusĂ€tzlich begĂŒnstigt durch die UmstĂ€nde der Corona-Pandemie. Frauen und jĂŒngere Menschen trifft es dabei besonders, wie es in der reprĂ€sentativen Studie mit dem Titel "Mobbing und Cybermobbing bei Erwachsenen" heißt. DafĂŒr waren 4000 Personen zwischen 18 und 65 Jahren befragt worden, davon 2000 in Deutschland und jeweils 1000 in Österreich und der deutschsprachigen Schweiz.

Laut dem Vorstandsvorsitzenden des Karlsruher BĂŒndnisses, Uwe Leest, hat sich die Lage seit einer reprĂ€sentativen VorgĂ€ngerstudie aus dem Jahr 2018 verschĂ€rft. Die Zahl der Opfer von Cybermobbingattacken sei in Deutschland um 25 Prozent gestiegen. Inzwischen seien rund fĂŒnf Millionen der Erwachsenen bis 65 Jahre (11,5 Prozent) davon betroffen, erlĂ€uterte er. Insgesamt waren in Deutschland 32,6 Prozent der Befragten schon einmal Opfer von Mobbingattacken gewesen (Österreich: 36,1, Schweiz: 38,7). Hochgerechnet entspreche dies bundesweit rund 17 Millionen Menschen.

Meistens komme es in der Arbeitswelt zu solchen Schikanen (48 Prozent). Sie nehmen den Angaben zufolge aber auch im privaten Bereich stark zu. Dem Cybermobbing habe Corona zusÀtzliche Wucht verliehen: Eltern konnten wegen geschlossener Kitas und Schulen nicht zur Arbeit und wurden dann etwa wegen der Betreuungsprobleme ihrer Kinder von Vorgesetzten oder Kollegen unter Druck gesetzt, so Leest. Digitale Attacken verlagerten sich sozusagen ins Homeoffice.

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Auch Peter Sommerhalter, Leiter fĂŒr PrĂ€vention und Medienberatung beim BĂŒndnis, ist Opfer von Mobbing: Seit ĂŒber zehn Jahren ĂŒberhĂ€uft ihn ein Cybermobber mit Morddrohungen - ohne dass man den TĂ€ter bisher ausfindig machen konnte. "Cybermobber machen nicht die Erfahrung, dass ihnen Strafen drohen", sagte Sommerhalter, der wegen des seelische Stresses auch schon krankgeschrieben war. Der Datenschutz sei hier TĂ€terschutz.

Leest fĂŒhrte die Studienergebnisse vor allem auf zwei Faktoren zurĂŒck: Zum einen werde Internetmobbing kaum geahndet und die AnonymitĂ€t im Netz als viel zu hohes Gut betrachtet. "Ich garantiere: Wenn die AnonymitĂ€t wegfiele, hĂ€tten wir 90 Prozent weniger CybermobbingfĂ€lle", sagte er. "Wir stellen die Meinungsfreiheit ĂŒber die MenschenwĂŒrde." Zum anderen zeige sich der Einfluss der inzwischen erwachsen gewordenen "Generation Smartphone" auf die Zahlen: "Die, die wĂ€hrend der Schulzeit erlebt haben, dass Cybermobbing nicht betraft wird, nehmen das gelernte Verhalten jetzt mit in die Arbeitswelt", sagte er.

Laut der Studie haben die Attacken gravierende Folgen fĂŒr die Gesundheit: Rund 15 Prozent der Menschen bezeichneten sich in der Befragung als suizidgefĂ€hrdet, etwa 3 Prozent mehr als noch 2018. Zwischen 15 und 20 Prozent der Opfer hĂ€tten wegen Mobbings zu Alkohol, Medikamenten oder Drogen gegriffen. "Mobbing und Cybermobbing manifestiert sich bei den Betroffenen in teilweise schweren psychischen und psychosomatischen Problemen, die hĂ€ufig das ganze Leben lang andauern", heißt es.

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