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Razzia gegen illegales Geldsystem Hawala

Von dpa
30.03.2022Lesedauer: 2 Min.
PolizeikrÀfte stehen vor dem GelÀnde eines GebrauchtwagenhÀndlers.
PolizeikrĂ€fte stehen vor dem GelĂ€nde eines GebrauchtwagenhĂ€ndlers. Dort fanden im Rahmen einer großangelegten bundesweiten Razzia Durchsuchungen statt. (Quelle: Paul Zinken/dpa./dpa)
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DĂŒsseldorf/Berlin (dpa) - Hawala heißt das System, das in muslimischen LĂ€ndern zum Überweisen von Geld außerhalb des staatlich genehmigten Finanzwesens weit verbreitet ist. In Deutschland ist es verboten - wird aber trotzdem genutzt, oft auch von Kriminellen, um GeldflĂŒsse zu vertuschen.

Mit einer großen Razzia in sechs BundeslĂ€ndern gingen Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch gegen eines dieser Hawala-Netzwerke vor, wie das Bundeskriminalamt (BKA) und die DĂŒsseldorfer Staatsanwaltschaft mitteilten. Es ging um GeldflĂŒsse zwischen Deutschland und dem Libanon. Rund 700 Polizisten waren insgesamt im Einsatz, Schwerpunkt der Razzia war in Berlin.

Die Ermittlungen richteten sich gegen 32 VerdĂ€chtige im Alter zwischen 22 und 59 Jahren, ĂŒberwiegend MĂ€nner mit libanesischer Staatsangehörigkeit. Sechs von ihnen wurden mit Hilfe von Spezialeinheiten der Berliner Bereitschaftspolizei festgenommen. 14 Konten, Bargeld, Vermögenswerte in Höhe 1,9 Millionen Euro, eine Gewerbeimmobilie sowie zahlreiche Handys, Computer und andere Speichermedien wurden vorlĂ€ufig beschlagnahmt.

Nach Angaben des BKA wurden 39 HĂ€user, Wohnungen, BĂŒros und GeschĂ€ftsrĂ€ume durchsucht: in Berlin, Hamburg, Essen (Nordrhein-Westfalen), Mannheim (Baden-WĂŒrttemberg), Haßloch (Rheinland-Pfalz) sowie Mittenwalde und Schönefeld (Brandenburg).

165 Millionen Euro sollen bewegt worden sein

HauptverdĂ€chtiger ist ein 46-jĂ€hriger Mann aus Berlin, der das Hawala-System betrieben haben soll. Seit November 2018 sollen rund 165 Millionen Euro bewegt worden sein. Der Mann soll zahlreichen Kunden die Möglichkeit von GeldĂŒberweisungen gegen eine Provisionszahlung geboten haben. Dabei gehe es auch um den Verdacht, dass Geld aus kriminellen GeschĂ€ften "gewaschen" oder an weitere Kriminelle ĂŒberwiesen wurden. Der 46-jĂ€hrige soll die GeldflĂŒsse zwischen den verschiedenen Ein- und Auszahlstellen in Deutschland und dem Libanon koordiniert haben.

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Ein Kunde war laut den Ermittlungen ein 42-jĂ€hriger AutohĂ€ndler, der gebrauchte Lkw aus Osteuropa nach Afrika verkauft haben soll. Das Geld aus den VerkĂ€ufen soll in den Libanon transferiert worden sein. Der AutohĂ€ndler erhielt daraufhin von dem Betreiber des Hawala-Netzwerkes zwischen Januar 2019 und Juni 2020 mindestens 3,4 Millionen Euro Bargeld. Identifiziert worden seien auch drei weitere VerdĂ€chtige, die ein weiteres Hawala-System betrieben haben sollen, das fĂŒr den Kauf der Lastwagen verwendet wurde. Die weiteren VerdĂ€chtigen sollen ZahlungsbĂŒros betrieben haben, Geld eingesammelt oder als Kuriere transportiert haben.

Die Ermittlungen begannen laut Bundeskriminalamt (BKA) nach einem Hinweis der US-amerikanischen Drogenfahndungsbehörde DEA (Drug Enforcement Administration) im MĂ€rz 2018. Danach sollte ein VerdĂ€chtiger illegale Gewinne aus dem Kokain-Handel ĂŒber ein derartiges System in legales Geld "gewaschen" und an HintermĂ€nner im Ausland weitergeleitet haben.

Beteiligt an der Razzia waren neben dem BKA auch der Zoll, die Steuerfahndung und das Berliner Landeskriminalamt (LKA). In der Hauptstadt gab es Durchsuchungen einer ganzen Reihe von Wohnungen an diversen Orten in mehreren Bezirken, unter anderem in Neukölln und Wedding.

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