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Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff muss wieder ins Gefängnis

Vom Top-Manager zum Straftäter  

Untreue-Urteil gegen Thomas Middelhoff bestätigt

22.02.2016, 16:29 Uhr | dpa

Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff muss wieder ins Gefängnis. Thomas Middelhoff hatte mit einer Revision vor dem Bundesgerichtshof keinen Erfolg. Seine Verurteilung ist damit rechtskräftig. (Quelle: dpa)

Thomas Middelhoff hatte mit einer Revision vor dem Bundesgerichtshof keinen Erfolg. Seine Verurteilung ist damit rechtskräftig. (Quelle: dpa)

Die Verurteilung des Ex-Arcandor-Chefs Thomas Middelhoff wegen Untreue und Steuerhinterziehung wurde durch den Bundesgerichtshof (BGH) bestätigt. Seine Revision hatte keinen Erfolg und wurde als unbegründet verworfen.

Middelhoff zählte einst zu den einflussreichsten Managern Deutschlands. Nun ist er ein rechtskräftig verurteilter Straftäter.

Der frühere Chef des inzwischen pleitegegangenen Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor war im November 2014 vom Essener Landgericht zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Er ließ sich private Flüge und eine Festschrift zu Unrecht von seinem damaligen Arbeitgeber bezahlen. Middelhoff wurde noch im Gerichtssaal wegen Fluchtgefahr verhaftet, kam aber gut fünf Monate später gegen eine hohe Kaution wieder frei. Über das weitere Vorgehen muss nun die zuständige Staatsanwaltschaft entscheiden.

310.000 Euro für private Reisen abgerechnet

Er selbst hatte die Vorwürfe immer bestritten. Middelhoffs Anwälte hatten Haftprüfung beantragt, weil ihr Mandant nach ihrer Darstellung an einer Autoimmunerkrankung litt. Im Gefängnis sei er über Wochen am Schlafen gehindert worden, das habe das Immunsystem geschwächt. Die Essener Vollzugsanstalt wollte nach eigenen Angaben durch die regelmäßigen Sichtkontrollen einen Suizid verhindern.

Das Landgericht hatte es als erwiesen angesehen, dass Middelhoff zwischen 2005 und 2009 in 26 Fällen rein private Reisen über seinen Konzern abrechnete. Insgesamt habe er so für Charterflüge, Hotels und Limousinenservice knapp 310.000 Euro ausgegeben. Weitere 180.000 Euro soll die Festschrift gekostet haben. Der Vorwurf der Steuerhinterziehung hängt mit diesen Ausgaben zusammen.

Der Arcandor-Konzern schlitterte 2009 in die Pleite. Middelhoff, einst einer der einflussreichsten Manager Deutschlands, hat inzwischen Privatinsolvenz angemeldet.

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