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Alabama: Angeschossene Frau nicht mehr für Tod von ungeborenem Kind angeklagt

Nach Tod von ungeborenem Kind  

Alabama: Anklage gegen angeschossene Frau fallengelassen

04.07.2019, 00:42 Uhr | dpa

Alabama: Angeschossene Frau nicht mehr für Tod von ungeborenem Kind angeklagt. Proteste gegen das neue Abtreibungsgesetz im US-Bundesstaat Alabama: Selbst nach Vergewaltigungen müssen Frauen das Kind behalten.  (Quelle: imago images)

Proteste gegen das neue Abtreibungsgesetz im US-Bundesstaat Alabama: Selbst nach Vergewaltigungen müssen Frauen das Kind behalten. (Quelle: imago images)

Der Fall sorgte weltweit für Empörung: Eine Frau in den USA hat nach einem Bauchschuss ihr Baby verloren – und wurde wegen Totschlags an ihrem Kind angeklagt. Nun wurde das Verfahren eingestellt.

Eine Frau, die im Streit mit einer anderen Frau beschossen wurde und dabei ihr ungeborenes Kind verlor, steht in den USA nicht mehr wegen Totschlags unter Anklage. Die Staatsanwältin in Jefferson County im Bundesstaat Alabama, Lynneice Washington, sagte am Mittwoch, sie sei zu dem Schluss gekommen, dass es nicht der Gerechtigkeit diene, den Fall weiter zu verfolgen. "Daher stelle ich das Verfahren ein." Ein Geschworenengericht hatte der 27-Jährigen vorgeworfen, den Streit begonnen zu haben und damit für den Tod ihres ungeborenen Kindes verantwortlich zu sein.

Medienberichten zufolge hatte sich die 27-Jährige Anfang Dezember mit einer anderen Frau auf dem Parkplatz eines Ladens in Pleasant Grove westlich der Stadt Birmingham über den Vater des ungeborenen Kindes gestritten. Sie sei damals im 5. Monat schwanger gewesen. Die andere Frau habe in Notwehr auf sie geschossen, hieß es. Alabama gehört den Angaben zufolge zu den US-Staaten, die einen Fötus bei Gewalttaten gegen Schwangere als Opfer anerkennen.



Washington sagte bei einer Pressekonferenz, es handele sich um einen "wirklich verstörenden und herzzerreißenden Fall", bei dem es nur Verlierer, aber keine Gewinner gebe. Ein ungeborenes Kind sei auf tragische Weise verloren worden. "Nichts, nichts, nichts, was wir heute oder in der Zukunft tun, wird an dieser Realität etwas ändern."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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