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Vater und Söhne schlagen Freund der Tochter mit Werkzeug fast tot

Von dpa
Aktualisiert am 10.01.2020Lesedauer: 2 Min.
Einer der Angeklagten während des Prozesses: Die Täter hatten auf den Freund der Tochter und Schwester eingeschlagen, weil dieser sie "sexuell angegangen" habe (Archivbild).
Einer der Angeklagten während des Prozesses: Die Täter hatten auf den Freund der Tochter und Schwester eingeschlagen, weil dieser sie "sexuell angegangen" habe (Archivbild). (Quelle: Henning Kaiser/dpa-bilder)
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In Bonn wurden ein Vater und seine zwei Söhne wegen versuchten Mordes verurteilt. Sie hatten brutal auf den Freund der Tochter eingeprügelt und ihn dann schwer verletzt auf einem Parkplatz liegengelassen.

Weil er den Freund seiner Tochter mit einem Radkreuzschlüssel fast totgeprügelt hat, muss ein 45 Jahre alter Türke aus Meckenheim für lange Zeit ins Gefängnis. Das Bonner Schwurgericht verurteilte den Vater am Freitag wegen heimtückischen versuchten Mordes aus niedrigen Beweggründen zu achteinhalb Jahren Haft. Seine beiden Söhne – 28 und 26 Jahre alt – erhielten wegen desselben Deliktes jeweils siebeneinhalb Jahre.

Bei der Urteilsverkündung war – wie schon bei dem gesamten Verfahren – ein großes Polizeiaufgebot im Gerichtssaal und vor den Gerichtstüren, um eine Eskalation zwischen Familienangehörigen von Verurteilten und Opfer zu verhindern.

Freund habe "Ehre und Ansehen der Familie beschmutzt"

Das Trio hatte laut Gericht in der Nacht zum 20. Juni 2019 den 19-jährigen Freund der Tochter mit einem Radkreuzschüssel fast totgeprügelt, um ihn zu bestrafen, weil er die zum Tatzeitpunkt 17-jährige Tochter und Schwester der Täter "sexuell angegangen" habe. Das Paar, das sich nachts heimlich getroffen hatte, war auf einen Friedhofsparkplatz in Meckenheim gefahren, um "zu chillen, Musik zu hören, zu dösen". Als der Vater und die beiden Söhne das Paar halb entkleidet im Auto antraf, beschlossen sie, den jungen Mann "zu erledigen", hieß es in der Anklage. Er habe "Ehre und Ansehen der Familie beschmutzt", niemals mehr sollte er mit der Tochter zusammenkommen.

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Mit dem Radmutterschlüssel aus schwerem Stahl hatte der Vater zunächst die Beifahrerscheibe eingeschlagen, die schreiende halbnackte Tochter rausgezerrt und sieben Mal auf Kopf und Schädel ihres Freundes eingeschlagen. Anschließend hatten die beiden Söhne den 19-Jährigen noch getreten, ihm sein Handy abgenommen und Fotos von dem Schwerverletzten und der leicht bekleideten Schwester gemacht, um diese schadenfroh dem Vater des "Bösewichts" zu schicken.

Tätern war Schicksal des Freundes egal

"Das Erschreckende", so der Kammervorsitzende, "es war ihnen völlig egal, was mit dem jungen Mann passiert." Als die Polizei kam, fanden sie den 19-Jährigen blutüberströmt mit offener Schädeldecke und herausgeschlagenen Zähnen vor.

Der Vater hatte im Prozess die Schläge eingeräumt, er sei in Panik geraten, als er seine halbnackte Tochter auf dem Freund gesehen habe; er habe geglaubt, sie sei vergewaltigt worden. Die beiden Söhne hatten ihre Unschuld beteuert, sie hätten sich an den Misshandlungen nicht beteiligt. "Das", so der Kammervorsitzende, "glaubt ihnen keiner."

Die Verteidiger haben angekündigt, Revision gegen die Urteile einzulegen. Der Nebenklagevertreter bezeichnete das Urteil als "gerecht und angemessen". Der 19-Jährige, der bei dem Urteil im Gerichtssaal war, sei dankbar für die klaren und eindeutigen Worte.

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