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Anders Breivik: Norwegischer Rechtsextremist will Bewährung beantragen

77 Menschen getötet  

Norwegischer Rechtsextremist Breivik will Bewährung beantragen

16.09.2020, 16:58 Uhr | AFP

Anders Breivik: Norwegischer Rechtsextremist will Bewährung beantragen. Anders Behring Breivik: Der norwegische Rechtsextremist ist zu 21 Jahren Haft verurteilt worden.  (Quelle: dpa/Lise Aaserud/NTB scanpix/AP)

Anders Behring Breivik: Der norwegische Rechtsextremist ist zu 21 Jahren Haft verurteilt worden. (Quelle: Lise Aaserud/NTB scanpix/AP/dpa)

Nachdem Anders Behring Breivik unter anderem auf der norwegischen Insel Utöya 77 Menschen tötet, verurteilt ihn ein Gericht zu 21 Jahren Haft. Nun will er auf Bewährung freikommen. 

Der für den Mord an insgesamt 77 Menschen verurteilte norwegische Rechtsextremist Anders Behring Breivik hat eine Prüfung seiner Haftstrafe auf eine mögliche Aussetzung zur Bewährung beantragt. "Das ist ein Recht, das alle Verurteilten haben und von dem er Gebrauch machen möchte", sagte Breiviks Anwalt Oystein Storrvik am Mittwoch der Zeitung "Verdens Gang". Zudem kündigte Storrvik an, sein Mandant wolle erneut gegen seine Haftbedingungen klagen.

Breivik, der seinen Namen mittlerweile in Fjotolf Hansen geändert hat, sitzt in einem norwegischen Hochsicherheitsgefängnis eine 21-jährige Haftstrafe ab. Sie kann verlängert werden, solange er als Gefahr für die Allgemeinheit eingeschätzt wird.

Bombenanschlag in Oslo, Attacke auf Utöya

Breivik hatte am 22. Juli 2011 insgesamt 77 Menschen getötet. Bei einem Bombenanschlag vor dem Regierungssitz in Oslo tötete der Rechtsextreme zunächst acht Menschen. Anschließend erschoss er auf der Insel Utöya 69 Menschen, die an einem Sommerlager der sozialdemokratischen Jugendorganisation teilnahmen.

Breivik hatte bereits zuvor gegen seine Haftbedingungen geklagt und sich dabei auf die Europäische Menschenrechtskonvention berufen. Breivik ist im Gefängnis in Skien im Süden Norwegens von Mitgefangenen getrennt. Nach einem Anfangserfolg im Jahr 2016 lehnten höhere norwegische Gerichte sowie der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte seine Beschwerde ab.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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