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Verdächtiger im Fall "Sandkuhle" nach 25 Jahren vor Gericht

Von afp
Aktualisiert am 20.04.2021Lesedauer: 2 Min.
Der Angeklagte sitzt vor Justizangestellten im Aachener Gerichtssaal: Im Mordfall "Sandkuhle" hat der Prozess begonnen.
Der Angeklagte sitzt vor Justizangestellten im Aachener Gerichtssaal: Im Mordfall "Sandkuhle" hat der Prozess begonnen. (Quelle: Oliver Berg/dpa-bilder)
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Die Leiche wurde 1996 am Rand einer Kiesgrube entdeckt, der Unbekannte war mit zahlreichen Schlägen getötet worden. Die Ermittlungen liefen ins Leere. Doch jetzt steht ein 51-Jähriger vor Gericht.

Mehr als 24 Jahre nach dem Fund einer Männerleiche in einer Sandgrube im Kreis Kleve hat vor dem Landgericht Aachen ein Mordprozess gegen einen von zwei Tatverdächtigen begonnen. Zum Auftakt wurde am Dienstag die Anklage verlesen. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt den 51-jährigen Achim K., im Jahr 1996 einen 43 Jahre alten Mann aus Würselen grausam und aus Habgier in dessen Werkstatt getötet zu haben. Sein damaliger mutmaßlicher Komplize ist mittlerweile tot.

K. ließ die Verlesung der Anklage still über sich ergehen. Zum Auftakt des Prozesses erschien der 51-Jährige in Turnschuhen und Jeans, eine orangefarbene Lesebrille auf den Kopf geschoben. Eine Aussage verweigerte er. Gegebenenfalls werde sich der Angeklagte im späteren Verlauf des Prozesses äußern, erklärte sein Verteidiger.

Massive Gewalt – wegen 5.000 Mark

Der 51-Jährige soll früher gelegentlich in der Werkstatt für Wohnmobile gearbeitet haben, die das spätere Opfer im Erdgeschoss seines Wohnhauses betrieb. Laut Anklage wollten K. und sein potenzieller Mittäter den Mann aus Würselen töten, um an einen Geldbetrag von 5.000 Mark zu kommen, den dieser angeblich besessen haben soll.

Insgesamt 16 Mal soll dem Opfer "massiv" auf dem Kopf und Rücken geschlagen worden sein. Ihm seien körperliche Schmerzen zugefügt worden, die "weit über das hinausgehen", was für eine Tötung notwendig gewesen wäre, hieß es in der Anklage. Unter anderem habe der 43-Jährige einen Knocheneinbruch am Kopf von etwa fünf mal fünf Zentimetern erlitten.

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ZDF-Sendung half bei Aufklärung

Der Angeklagte und sein Mittäter sollen die Leiche ihres erdrosselten Opfers in eine etwa hundert Kilometer entfernte Sandgrube bei Rheurdt-Schaephuysen nahe Duisburg gebracht haben. Die Identität des Manns konnte erst 2019 geklärt werden, nachdem der Fall mit neuen Montagebildern in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" behandelt wurde. Wenig später wurde auch der mutmaßliche Täter festgenommen.

Der Prozess ist zunächst bis Anfang Mai angesetzt. Rund 30 Zeugen sind für die Verhandlung geladen. Allein zum Prozessauftakt sollen zwölf davon aussagen. Mit Spannung erwartet wurde etwa die Aussage des damaligen Ermittlungsleiters der Krefelder Polizei.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur AFP
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Von Miriam Hollstein
AachenKleve
Justiz & Kriminalität




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