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"Sandkuhle"-Mörder Jahrzehnte nach der Tat verurteilt

Jahrzehnte nach der Tat überführt  

"Sandkuhle"-Mörder muss lebenslang in Haft

11.05.2021, 09:48 Uhr | AFP, dpa

"Sandkuhle"-Mörder Jahrzehnte nach der Tat verurteilt. Justizzentrum Aachen: Dort wurde nun ein Mörder, 25 Jahre nach der Tat, verurteilt. (Quelle: imago images/ imagebroker)

Justizzentrum Aachen: Dort wurde nun ein Mörder, 25 Jahre nach der Tat, verurteilt. (Quelle: imagebroker/imago images)

25 Jahre alter "Cold Case": In Aachen ist ein 51-Jähriger wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Er brachte vor Jahrzehnten einen Mann offenbar aus Habgier um.

Im Prozess wegen eines Mordes vor 25 Jahren hat das Landgericht Aachen den 51 Jahre alten Angeklagten am Dienstag zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Er hatte während des Prozesses geschwiegen. Die Anklage hatte dem Deutschen vorgeworfen, Ende 1996 aus Habgier einen Wohnmobil-Händler bei Aachen getötet zu haben. Sein mutmaßlicher Komplize war bereits 1997 bei einem Autounfall ums Leben gekommen.

Der Bruder des Komplizen war einer der Hauptbelastungszeugen in dem Prozess. Er sagte aus, sein Bruder und der Angeklagte hätten ihm damals detailliert von der Tat berichtet. Im Fall "Sandkuhle" war die Identität des Toten mehr als 20 Jahre unbekannt gewesen, die Gewalttat war ein sogenannter "Cold Case" geworden.

Motiv war Habgier

Das Urteil gegen den heute 51 Jahre alten Achim K. erging am Dienstag wegen Mordes in Tateinheit mit räuberischer Erpressung. Zusammen mit einem mutmaßlichen Komplizen soll K. im Jahr 1996 einen 43 Jahre alten Mann aus Würselen grausam und aus Habgier in dessen Werkstatt getötet haben.

Das Gericht folgte mit dem Urteil der Forderung der Staatsanwaltschaft und der als Nebenklägerin im Prozess aufgetretenen Tochter des Opfers. Die Verteidigung hatte hingegen auf Freispruch plädiert.

Identität des Opfers erst 2019 geklärt

K. soll früher gelegentlich in der Werkstatt für Wohnmobile gearbeitet haben, die das spätere Opfer betrieb. Motiv für die Tat soll gewesen sein, dass K. und sein Komplize an 5.000 Mark kommen wollten, die das Mordopfer besessen haben soll.

Nach dem Mord sollen die beiden Männer die Leiche in eine etwa hundert Kilometer entfernte Sandgrube bei Rheurdt-Schaephuysen nahe Duisburg gebracht haben. Die Identität des Opfers konnte erst 2019 geklärt werden, nachdem der Fall mit neuen Montagebildern in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" behandelt worden war. Wenig später wurde auch der mutmaßliche Täter festgenommen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und AFP

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