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Umweltministerin Lemke äußert sich zur möglichen Ursache von Fischsterben


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Umweltministerin Lemke äußert sich zu Ursache von Fischsterben

Von dpa
Aktualisiert am 14.08.2022Lesedauer: 2 Min.
Tote Fische treiben im flachen Wasser der Oder bei Genschmar, Brandenburg: Tausende Tonnen Fische sind innerhalb weniger Wochen bereits verendet.
Tote Fische treiben im flachen Wasser der Oder bei Genschmar, Brandenburg: Tausende Tonnen Fische sind innerhalb weniger Wochen bereits verendet. (Quelle: Patrick Pleul/ dpa)
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Das Rätselraten um das massenhafte Fischsterben in der Oder geht weiter: Laut Umweltministerin Lemke könnte eine Vergiftung durch chemische Substanzen die Ursache sein.

Das massive Fischsterben in der Oder geht nach Angaben von Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) möglicherweise auf eine Vergiftung durch chemische Substanzen zurück. "Mir liegen dazu bisher keine Erkenntnisse vor. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass es sich um chemische Substanzen aus industrieller Produktion handelt", antwortete Lemke am Sonntag bei einem Treffen mit Vertretern der polnischen Regierung in Stettin auf eine Journalistenfrage nach der Ursache.

"Aber wir wissen das nicht abschließend", hob Lemke hervor. "Deshalb muss mit Hochdruck zusammengearbeitet werden, um das zu klären." Sie vereinbarte mit der polnischen Umweltministerin Anna Moskwa mehr Zusammenarbeit. Man habe lösungsorientiert diskutiert und "gute und gemeinsame Schritte" vereinbart, sagte Lemke bei einer gemeinsamen Pressekonferenz. Dazu zählen insbesondere Verbesserungen bei den Informationsketten.

Polen schließt Schwermetalle als Ursache aus

Nach Angaben aus Warschau ist das Fischsterben nicht auf Schwermetalle zurückzuführen. Dies hätten weitere Analysen toter Fische durch das staatliche Veterinärinstitut ergeben, schrieb Umweltministerin Anna Moskwa am Samstagabend auf Twitter. Zuvor hatte die Regierung in Warschau bereits erhöhte Quersilberwerte als Ursache ausgeschlossen.

Die Analysen wiesen aber auf erhöhte Salzwerte im Wasser hin und stimmten somit mit den Erkenntnissen der deutschen Behörden überein, sagte Moskwa der Nachrichtenagentur PAP. "Der hohe Salzgehalt der Oder hat möglicherweise andere giftige Stoffe im Wasser oder im Bodensediment aktiviert. Die toxikologische Untersuchung der Fische wird dazu beitragen, eventuelle Schadstoffe festzustellen, die zum Tod der Tiere beigetragen haben."

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Polen streitet Öffnung von Staubecken ab

Die polnische Wasserbehörde dementierte zudem Berichte, wonach zwischen Ende Juli und Anfang August Wasser aus polnischen Staubecken in den Fluss eingeleitet worden sein soll. Dies seien falsche Informationen, die in polnischen und deutschen Medien verbreitet würden, hieß es in einer Mitteilung der Behörde laut Nachrichtenagentur PAP.

Demnach sei der kurzzeitige Anstieg des Wasserspiegels auf die Wetterbedingungen zurückzuführen. "In Tschechien kam es Ende Juli zu heftigen Regenfällen, die sich auf den Durchfluss und den Wasserstand der Oder auswirkten", heißt es in der Stellungnahme.

Das Landesumweltministerium Brandenburg hatte am Donnerstag in einer Mitteilung geschrieben, dass nach ersten Analyseergebnissen am 8. August eine "starke Welle organischer Substanzen" durch die Oder bei Frankfurt gegangen sei. In deutschen und polnischen Medien war darüber spekuliert worden, ob auf polnischer Seite Staustufen oder Rückhaltebecken geöffnet wurden, um eine mögliche Verunreinigung des Flusses schneller Richtung Ostsee zu spülen.

Wahrscheinlich durch Chemie-Abfälle verursacht

Polens Regierung vermutet, dass der Fluss mit Chemie-Abfällen vergiftet wurde. Die polnische Polizei hat eine Belohnung von umgerechnet 210.000 Euro für die Aufklärung ausgesetzt. Nach Angaben von Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne) weist die Oder "sehr stark erhöhte Salzfrachten" auf. Der Begriff Salzfrachten bezeichnet im Wasser gelöste Salze.

Nach Angaben des Innenministeriums in Warschau sind derzeit 2.000 Polizisten, mehr als 300 Feuerwehrleute sowie 200 Soldaten an den Ufern der Oder im Einsatz. Sie helfen bei der Bergung verendeter Fische und warnen Bürger, den Kontakt mit dem Wasser zu meiden.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen AFP und dpa
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