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Überfischung der Weltmeere: Neue Studie zeigt Ausmaße des Fischfangs


Mehr als die Hälfte der Ozeane wird inzwischen kommerziell befischt

Von Tibor Martini

Aktualisiert am 25.02.2018Lesedauer: 2 Min.
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Leere Fangkörper für Krabben und Hummer in Devon, England. Inzwischen wird der Großteil der Weltmeere intensiv befischt.Vergrößern des Bildes
Leere Fangkörper für Krabben und Hummer in Devon, England. Inzwischen wird der Großteil der Weltmeere intensiv befischt. (Quelle: getty-images-bilder)

Große Fischereischiffe befischen inzwischen mehr als die Hälfte der gesamten Meeresoberfläche. Das ergab eine neue Studie des Wissenschaftsmagazins „Science“. Für den Großteil sind nur fünf Länder verantwortlich.

Das Wissenschaftsmagazin „Science“ hat eine neue Studie veröffentlicht, nach der mindestens 55 Prozent der weltweiten Ozeane kommerziell befischt werden. Die befischte Fläche des Planeten sei damit vier Mal größer als die landwirtschaftlich genutzte Erdoberfläche. Besonders intensiv gefischt wird im Nordost-Atlantik und Nordwest-Pazifik sowie in den nährstoffreichen Regionen vor Südamerika und Westafrika.

Fünf Länder sind für 85 Prozent der Einsätze verantwortlich

Für den Großteil des Fischfangs sind laut der Studie nur fünf Länder verantwortlich: Schiffe aus China, Spanien, Taiwan, Japan und Südkorea machen 85 Prozent der beobachteten Fischfangeinsätze aus. Mehr als die Hälfte dieser Schiffe stammen aus China.

Für die Studie wurden Funkdaten ausgewertet, die große Schiffe im Abstand von wenigen Sekunden regelmäßig aussenden und die sich mit Satelliten empfangen lassen. Eigentlich ist das System dafür gedacht, Kollisionen zu verhindern. Durch die Daten können aber auch die Identität des Schiffes, seine Position, die Geschwindigkeit und die Fahrtrichtung nachvollzogen werden.

Studienautoren erwarten sogar noch deutlich höhere Zahlen

Die Forscher selbst schätzen ihre Rechnung eher als konservativ ein. Das insgesamt befischte Gebiet sei „vermutlich höher“ als in der Studie angegeben, da einige Weltgegenden nicht ausgewertet werden konnten, kleinere Schiffe häufig keine Satellitensysteme an Bord haben und der Großteil der weltweiten Fischfangquoten auf kleinere Schiffe zurückgehen, die in der Nähe der Küste fischen.

Wenn diese Faktoren mit einbezogen würden, würden laut den Studienautoren etwa 73 Prozent der weltweiten Ozeanoberfläche befischt.

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Experten schätzen, dass rund ein Drittel des gesamten Fangs aus nicht nachhaltiger Fischerei stammt – die Gewässer also überfischt werden. Aus der Studie lassen sich allerdings keine eindeutigen Zahlen zu einer möglichen Überfischung oder möglichen illegalen Fischfangaktivitäten ablesen.

Die Studie stammt von Global Fishing Watch, einer Organisation, die teilweise von Google unterstützt wird. Auch Schauspieler Leonardo DiCaprio gehört zu den Unterstützern der Organisation. Die Studie wurde von Wissenschaftlern der University of California, der Universität „Stanford and Dalhousie“ in Canada, sowie von National Geographic und Google geschrieben.

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