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Schwere Unwetter in Teilen Deutschlands: "Es herrscht Chaos hoch drei"

Unwetter und Schlammlawinen im Westen  

"Es herrscht Chaos hoch drei"

28.05.2018, 11:08 Uhr | dpa , aj , pdi

Schwere Unwetter in Teilen Deutschlands: "Es herrscht Chaos hoch drei". Unwetter in Hessen (Quelle: dpa/Bernd März/dpa-Zentralbild)

Unwetter in Hessen: Rettungskräfte sind in der Region im Einsatz und pumpen überflutete Keller leer und räumen Schlammlawinen. (Quelle: Bernd März/dpa-Zentralbild/dpa)

Heftige Unwetter ziehen über Teile Deutschlands hinweg. Straßen und Keller laufen voll Wasser und Schlamm. Zwei Frauen werden vom Blitz getroffen. Und jetzt steht Deutschland eine fast schon tropische Wetter-Woche bevor.

Schlamm- und Hagellawinen, weggerissene Autos: Schwere Gewitter haben in mehreren Regionen Deutschlands Straßen in reißende Bäche verwandelt und Keller mit Wasser und Schlamm volllaufen lassen. Besonders von den Unwettern betroffen waren am späteren Sonntag Nord- und Westhessen, der Südwesten von Rheinland-Pfalz und das Vogtland in Sachsen.

Bei Bochum (NRW) wurden zudem zwei junge Frauen vom Blitz getroffen, als sie auf einem Fuß- und Radweg unterwegs waren. Wie die Feuerwehr mitteilte, musste eine der Frauen am Sonntagabend wiederbelebt werden. Sie schwebte in Lebensgefahr. Am Montag gab es zunächst keine Angaben zum Gesundheitszustand der Frauen. Nordrhein-Westfalen muss sich am Montag erneut auf starke Gewitter einstellen: Vom frühen Nachmittag an sei mit Unwettern zu rechnen, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Montagmorgen in Essen.

Schlamm und Hagel in Hessen

In Nordhessen berichtete die Feuerwehr von Schlamm- und Hagellawinen. In mehreren Häusern habe sich der Hagel durch Türen und Fenstern gedrückt. "Die Keller standen voll damit", sagte der Stadtbrandinspektor von Waldkappel, Carsten Degenhardt, der Deutschen Presse-Agentur. Mit schwerem Gerät waren Einsatzkräfte damit beschäftigt, Schlamm und Geröll von den Straßen zu räumen.

Unwetter in Hessen (Quelle: dpa/Bernd März/dpa-Zentralbild) (Quelle: Bernd März/dpa-Zentralbild/dpa)

Im Süden von Rheinland-Pfalz galt laut Polizei in zwei Orten Katastrophenalarm. "Mehrere Ortschaften sind komplett überflutet", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Am stärksten traf es demnach die Orte Fischbach und Herrstein. Dort stand das Wasser teils meterhoch. Durch Herrstein sei eine 1,60 Meter hohe Flutwelle geschwappt, teilte die Kreisverwaltung mit. Autos seien von den Wassermassen des über die Ufer getretenen Fischbachs mitgerissen worden.

An Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt am Main fielen am Sonntagabend etliche Flüge aus. 66 Starts und Landungen seien annulliert worden, sagte ein Sprecher des Betreibers Fraport. Ob dies ausschließlich auf die gewittrige Wetterlage zurückzuführen war, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen.

Rheinland-Pfalz, Fischbach: Nach heftigen Regenfällen sind Straßen nach Polizeiangaben teilweise meterhoch überflutet. In der Region wurde Katastrophenalarm ausgelöst. Die Feuerwehr pumpt vollgelaufene Keller aus, eine Landstraße musste gesperrt werden. (Quelle: dpa)Rheinland-Pfalz, Fischbach: Nach heftigen Regenfällen sind Straßen nach Polizeiangaben teilweise meterhoch überflutet. In der Region wurde Katastrophenalarm ausgelöst. Die Feuerwehr pumpt vollgelaufene Keller aus, eine Landstraße musste gesperrt werden. (Quelle: dpa)

Über das Vogtland, wo schon am vergangenen Donnerstag sintflutartige Niederschläge niedergegangen waren, zog am Sonntag erneut ein Unwetter hinweg. Keller standen unter Wasser. Laut Polizei schlug in Auerbach ein Blitz in eine 70 Jahre alte Scheune ein, in der mehrere Autos aus DDR-Zeiten standen.

Bis zu 33 Grad

Zwei Jahre ist es her, dass Starkregen in der Gemeinde Braunsbach in Baden-Württemberg einen Bach in einen gewaltigen Strom verwandelte - zurück blieben Unmengen Geröll, Dutzende Häuser waren zerstört. Rund zwei Jahre nach der Flut vom 29. Mai 2016 läuft noch die Sanierung des Ortskerns. Bislang hat die Regierung von Baden-Württemberg 35 Millionen Euro an Aufbauhilfe ausgezahlt oder bewilligt, wie das Innenministerium mitteilte.

Deutschland steht eine fast tropische Wetter-Woche bevor. Es wird feucht und heiß bei Temperaturen bis zu 33 Grad. "Das ist für Ende Mai schon eindrucksvoll", sagte Meteorologe Thomas Ruppert. In Kombination mit der feuchten Luft bekomme das Wetter "einen leicht tropischen Anstrich". Am heißesten wird es in Norddeutschland.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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