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Hurrikan "Dorian": Bahamas fast komplett verwüstet – Zahl der Todesopfer steigt


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Bahamas von "Dorian" verwüstet – bisher sieben Tote

Von dpa
Aktualisiert am 05.09.2019Lesedauer: 2 Min.
Bahamas: Dieses von der U.S. Coast Guard Station Clearwater zur Verfügung gestellte Bild zeigt die Verwüstung in einem Yachthafen in dem Karibikstaat.
Bahamas: Dieses von der U.S. Coast Guard Station Clearwater zur Verfügung gestellte Bild zeigt die Verwüstung in einem Yachthafen in dem Karibikstaat. (Quelle: U.S. Coast Guard Station Clearwater/AP/dpa/dpa-bilder)
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"Dorian" ist der schlimmste Hurrikan, der die Bahamas je heimgesucht hat. Der Karibikstaat beklagt die ersten Toten, das ganze Ausmaß der Schäden wird nur langsam deutlich.

Hurrikan "Dorian" hat auf den Bahamas eine Spur der Zerstörung hinterlassen und mindestens sieben Menschen in den Tod gerissen. Bilder aus der Luft und Satellitenaufnahmen zeigten weitläufig verwüstete Landstriche, die unter Wasser standen. Premierminister Hubert Minnis sagte, neben den sieben bestätigten Opfern würden weitere erwartet. Der Sturm zog am späten Abend etwas abgeschwächt in Richtung der nahe gelegenen Südostküste der USA.


Hurrikan "Dorian": Monstersturm in der Karibik

Sturmböen in Freeport auf den Bahamas: Hurrikan "Dorian" hat die Inselgruppe erreicht, Menschen getötet und große Verwüstungen hinterlassen.
Die USA bereiten sich darauf vor, dass der Hurrikan nun weiter zur Ostküste zieht. Präsident Donald Trump ist im Gespräch mit Militär und Katastrophenschutz.
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Mehr als 60 Prozent des 6.000-Einwohner-Ortes Marsh Harbour seien beschädigt, sagte Minnis, nachdem er sich erstmals aus der Luft ein Bild der Lage auf den Abaco-Inseln gemacht hatte. Die Armensiedlung The Mudd, in der vor allem haitianische Einwanderer lebten, war ihm zufolge komplett zerstört worden.

Insgesamt lebten etwa 76.000 Menschen in den besonders betroffenen Gebieten. Im staatlichen Rundfunk und in sozialen Medien meldeten sich zahlreiche Bahamaer, die Angehörige vermissten. In weiten Teilen der Inseln war der Mobilfunk gestört.

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Bahamas, Freeport: Freiwillige Helfer retten eine Familie aus dem Flutwasser des Hurrikans Dorian.
Bahamas, Freeport: Freiwillige Helfer retten eine Familie aus dem Flutwasser des Hurrikans Dorian. (Quelle: Ramon Espinosa/AP/dpa)

Der Wirbelsturm hatte am Sonntag zuerst die Abaco-Inseln im Nordosten des Karibikstaates getroffen und dabei Windböen von fast 300 Kilometern pro Stunde entwickelt. Er gehörte damit zu den Hurrikans der gefährlichsten Kategorie fünf. Es handelte sich um den verheerendsten Wirbelsturm auf den Bahamas seit Beginn moderner Aufzeichnungen. Am Montag war "Dorian" über die Insel Grand Bahama gezogen und hatte sich nur noch quälend langsam weiter bewegt. Auch am Dienstag waren dort noch keine Rettungseinsätze möglich.

In der Nacht werde ein Schiff der britischen Marine die Abaco-Inseln erreichen und die Bewohner mit Lebensmitteln versorgen, sagte Minnis. Die US-Küstenwache war bereits seit Montag im Rettungseinsatz. Der Regierungschef sprach von weiteren Hilfsangeboten und bat um Spenden. Es handle sich um eine der schwersten nationalen Krisen der Geschichte des Landes. Er kündigte auch den Einsatz von Sicherheitskräften an, um die öffentliche Ordnung zu bewahren.

Den Prognosen des Nationalen Hurrikan-Zentrums der USA zufolge sollte "Dorian" zwischen der Nacht zum Mittwoch und der folgenden Nacht der Küste Floridas "gefährlich nah" kommen und dann in Küstennähe am US-Bundesstaat Georgia vorbeiziehen. Weiter nördlich, in South Carolina und North Carolina, könnte der Hurrikan auch direkt über die Küste wegziehen, warnten die Experten.

Der Sturm war auf beständige Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 Stundenkilometer abgeschwächt und wurde am Dienstag zu einem Hurrikan der Kategorie zwei herabgestuft. Er galt aber weiterhin als extrem gefährlich und wurde auch größer – die Hurrikan-Winde erstreckten sich bis zu 95 Kilometer vom Zentrum.

Als Vorläufer des Hurrikans gab es an der Ostküste Floridas bereits starke Windböen und heftige Regenfälle. In Küstennähe war kaum mehr jemand auf der Straße zu sehen, abends verhängten die Behörden in manchen Orten ein Ausgangsverbot. Südlich des Zentrums der US-Raumfahrtbehörde Nasa in Cape Canaveral wurden am Dienstagabend Windböen mit einer Geschwindigkeit von 85 Kilometer pro Stunde gemessen.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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