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Brände in Tschernobyl: Smog in Kiew – Hilfe aus Deutschland

Unterstützung aus Deutschland  

Smog in Kiew nach Bränden um Tschernobyl

18.04.2020, 16:36 Uhr | dpa

Brände in Tschernobyl: Smog in Kiew – Hilfe aus Deutschland. Waldbrände in Tschernobyl - SAufnahmen aus Kiew: Autos fahren auf einer Straße durch Smog, verursacht durch die seit zwei Wochen andauernden Löscharbeiten im radioaktiv belasteten Gebiet um das Atomkraftwerk Tschernobyl. mog in Kiew (Quelle: dpa/Sputnik/dpa)

Aufnahmen aus Kiew: Autos fahren auf einer Straße durch Smog, verursacht durch die seit zwei Wochen andauernden Löscharbeiten im radioaktiv belasteten Gebiet um das Atomkraftwerk Tschernobyl. (Quelle: Sputnik/dpa/dpa)

In der Region um Tschernobyl gibt es weiterhin Schwelbrände. In Kiew hält sich dichter Smog. Nun schickt auch Deutschland Hilfe.

Für die seit zwei Wochen andauernden Löscharbeiten im radioaktiv belasteten Gebiet um das Atomkraftwerk Tschernobyl gibt es nun auch deutsche Unterstützung. "Die schnelle Hilfe umfasst 80 Dosimeter zur Messung der Radioaktivität und rund 15 Kilometer Feuerwehrschläuche", teilte die deutsche Botschaft in Kiew mit. Zudem werde ein für Wald- und Vegetationsbrände ausgestattetes Tanklöschfahrzeug angeschafft. Insgesamt habe die Hilfe einen Wert von 230.000 Euro.

In der Region gibt es weiterhin mindestens sechs Schwelbrände, wie auf am Samstag vom ukrainischen Katastrophenschutz in Kiew veröffentlichten Karten zu sehen war. Mehr als 700 Feuerwehrleute löschten die Brände auch mit Hilfe von Hubschraubern. Flächenangaben machten die Behörden nicht. Zuvor schätzten sie nach Satellitenbildern die abgebrannte Fläche auf rund 11.500 Hektar. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace geht vom mehr als Vierfachen aus.

Smog in Kiew

Im benachbarten Gebiet Schytomyr hatten an der Grenze zur Ex-Sowjetrepublik Belarus (Weißrussland) am Donnerstag ausgebrochene Waldbrände auf Dörfer übergegriffen und 38 Wohnhäuser zerstört. Etwa 50 Menschen mussten nach Angaben des Gebiets-Gouverneurs Vitali Bunetschko in Sicherheit gebracht werden.

In der knapp 70 Kilometer vom Sperrgebiet entfernten Hauptstadt Kiew hielt sich dichter Smog. Die Dreimillionenstadt verzeichnet nach Behördenangaben keine erhöhte Radioaktivität.

In den vergangenen Jahren kam es mehrfach zu Feuern in den unbesiedelten Gebieten der Sperrzone. Als Ursache gilt oft Brandstiftung. Nach der Explosion des Blocks vier im damals noch sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl 1986 wurden radioaktiv verstrahlte Landstriche um die Atomruine gesperrt. Es handelte sich um die größte Atomkatastrophe in der zivilen Nutzung der Kernkraft. Es gab Tausende Tote und Verletzte. Zehntausende Menschen wurden zwangsumgesiedelt. Seit mehreren Jahren ist das Gebiet für geführte Touristen zugänglich.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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