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Louisiana: Hurrikan "Ida" auf dem Weg nach New Orleans

Notstand ausgerufen  

Hurrikan "Ida" nimmt an Stärke zu

28.08.2021, 20:29 Uhr | dpa

Louisiana: Hurrikan "Ida" auf dem Weg nach New Orleans. Wirbelsturm im Anmarsch: Ida hat Kuba verlassen und sammelt Kraft über dem offenen Meer. (Quelle: AP/dpa/NOAA)

Wirbelsturm im Anmarsch: Ida hat Kuba verlassen und sammelt Kraft über dem offenen Meer. (Quelle: NOAA/AP/dpa)

Die USA bereiten sich auf einen Hurrikan im Bundesstaat Louisiana vor. "Ida" war als Stufe-1-Sturm über Kuba hinweggefegt und gewinnt weiter an Stärke. Fast auf den Tag vor 16 Jahren verwüstete "Katrina" New Orleans.

Hurrikan "Ida" hat über dem Golf von Mexiko rasch an Stärke gewonnen. Das Sturmsystem bringt nun Ausläufer mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 155 Kilometern pro Stunde mit sich, erklärte das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) am Samstag. Damit entspricht "Ida" einem Hurrikan der Stufe zwei von fünf. Der Sturm soll den Prognosen zufolge über dem warmen Meerwasser weiter rasch an Stärke gewinnen und am Sonntagnachmittag (Ortszeit) im US-Bundesstaat Louisiana als "extrem gefährlicher großer Hurrikan" auf Land treffen.

Die Behörden warnen vor schweren Schäden und Überschwemmungen in dem Bundesstaat, inklusive der Metropole New Orleans. Anwohner müssen demnach mit massiven Regenfällen, einer Sturmflut und Windböen rechnen, die katastrophale Schäden verursachen können.

Komplette Evakuierung nicht mehr möglich

Bis zum Eintreffen in Louisiana könnte "Ida" Prognosen zufolge ein Hurrikan der Stärke vier werden. Ein solches Sturmsystem bringt Windgeschwindigkeiten von mehr als 209 Kilometern pro Stunde mit sich und löst in der Regel "katastrophale Zerstörung" aus. Dem NHC zufolge ist mit schweren Schäden und langanhaltenden Stromausfällen zu rechnen. "Ida" soll sich erst über Land wieder abschwächen.

"Hurrikan Ida stellt eine direkte Bedrohung für die Menschen in New Orleans dar", erklärte Bürgermeisterin LaToya Cantrell am Freitag (Ortszeit). Wegen des schnell herannahenden Sturms gebe es keine Zeit mehr, die Evakuierung der ganzen Stadt anzuordnen. Sie ordnete daher nur die Evakuierung besonders gefährdeter Gebiete an, die außerhalb der Hochwasserdämme liegen. Alle Bürger seien aufgerufen, sich schon vor der Ankunft des Sturms an einen geschützten Ort zu begeben.

Überflutungen wahrscheinlich

Neben Sturmschäden sind für die als Jazz-Metropole bekannte Stadt vor allem Überflutungen infolge des erwarteten heftigen Regens und von Sturmfluten gefährlich. New Orleans ist fast gänzlich von Wasser umgeben: Lake Pontchartrain im Norden und Lake Borgne im Osten, im Süden die Feuchtgebiete entlang der Mississipi-Mündung.

An Teilen der Küste Louisianas sei mit einer Sturmflut von bis zu 4,5 Metern Höhe zu rechnen, warnte das NHC. Für Lake Borgne sei mit gut drei Metern zu rechnen, für Lake Pontchartrain mit gut zwei Metern. Der Gouverneur von Louisiana mobilisierte die Nationalgarde und erklärte den Notstand, um vorab zusätzliche Hilfe zu mobilisieren.

Auch Wirbelstürme auf dem Weg nach Mexiko

Auf Kuba hatte "Ida" nach Berichten dortiger Staatsmedien Stromausfälle verursacht, außerdem stürzten Bäume um. Tausende Menschen wurden evakuiert, in der Hauptstadt Havanna wurde der öffentliche Nahverkehr eingestellt. "Ida" ist bereits der vierte Atlantik-Hurrikan der Saison.

Im Pazifik nahm unterdessen Hurrikan "Nora" Kurs auf Mexiko. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde werde er im Laufe des Samstags an Mexikos Südwestküste entlangziehen, teilte das US-Hurrikanzentrum Miami mit. Die US-Behörde warnte vor starken Regenfällen, Sturzfluten und Erdrutschen in mehreren Bundesstaaten, darunter Jalisco und Guerrero. "Nora" hatte sich demnach zuvor im Pazifik von einem Sturm zu einem Hurrikan der Stufe eins aufgebaut.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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