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Das "Wunderhaus" auf La Palma steht nicht mehr

"Alles ist zerstört"  

"Wunderhaus" auf La Palma von Lava verschluckt

29.09.2021, 11:26 Uhr | dpa

La Palma: Drohnenaufnahmen zeigen Ausmaß der Zerstörung

Luftbilder zeigen das große Ausmaß der Verwüstung auf La Palma. Lavamassen haben nach einem Vulkanausbruch bereits mehr als 600 Häuser zerstört. (Quelle: t-online)

Mehr als 600 Häuser zerstört: Luftbilder von La Palma zeigen das Ausmaß der Verwüstung, die Lavamassen nach einem Vulkanausbruch verursacht haben. (Quelle: t-online)


Tagelang floss die Lava auf wundersame Weise um das Gebäude herum. Doch nun ist das "Wunderhaus" von La Palma doch dem Vulkanausbruch auf der Kanareninsel zum Opfer gefallen. 

Das sogenannte Wunderhaus auf der Vulkaninsel La Palma ist nun doch ein Raub der Lava geworden. Das kleine Häuschen war berühmt geworden, weil es inmitten einer glühend heißen Lavawüste zunächst unbeschadet geblieben war, während Hunderte andere Bauten rundherum zerstört worden waren.

Wie auf Bildern und Videos zu sehen war, floss der Lavastrom tagelang um das kleine Gebäude in der Ortschaft El Paraíso (deutsch: Das Paradies) herum. Dann aber war es plötzlich verschwunden, verbrannt und unter Lava begraben wie etwa 600 weitere Gebäude auf der spanischen Kanareninsel.

Haus gehörte Rentnern aus Dänemark 

Das im kanarischen Stil erbaute Einfamilienhaus gehörte Rainer Cocq und seiner Frau Inge Bergedorf, einem Rentnerpaar aus Dänemark, wie die spanische Zeitung "El Mundo" berichtete. Die beiden hätten die Insel seit Ausbruch der Corona-Pandemie nicht mehr besucht. "Alles ist zerstört. Wir haben alles auf unserer geliebten Insel verloren. Es ist sehr traurig. Inge und ich sind sehr erschüttert", zitierte die Zeitung Cocq am Dienstag.

Der Vulkan im Naturpark Cumbre Vieja spuckt seit dem 19. September Asche, Gesteinsbrocken und um die 1.000 Grad heiße Lava aus. Auch Bananenplantagen, Straßen und Stromleitungen wurden zerstört. Verletzte gab es bislang nicht. Seit dem frühen Mittwochmorgen ergießt sich die Lava auch ins Meer.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa 

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