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Kommunikation mit Tonga nach Tsunami eingeschr├Ąnkt

Von rtr, afp, dpa, ann, loe, lw, Axel Kr├╝ger

Aktualisiert am 16.01.2022Lesedauer: 4 Min.
Eine Satellitenaufnahme des Vulkanausbruchs: In Tonga regnete es Asche.
Eine Satellitenaufnahme des Vulkanausbruchs: In Tonga regnete es Asche. (Quelle: Facebook/Tonga Meteorological Services, Government of Tonga)
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Vulkanausbruch im Pazifik: Bis zu zwei Meter hohe Wellen treffen auch die USA und S├╝damerika. Ein wichtiges Unterseekabel wurde besch├Ądigt, Boote sind gekentert. Es gibt Berichte von Toten.

Der Ausbruch eines unterseeischen Vulkans im S├╝dpazifik hat dem US-Tsunami-Warnzentrum zufolge einen Tsunami ausgel├Âst, der bis nach Amerika und Japan gesp├╝rt wurde. Es seien Flutwellen mit unterschiedlichen H├Âhen gemessen worden, teilte die Beh├Ârde am Samstag mit.


So gewaltig war die Vulkanexplosion im S├╝dpazifik

Hunga Ha'apai: ├ťber dem Vulkan steigt in nord├Âstlicher Richtung eine gro├če Asche-, Dampf- und Gaswolke bis zu 20 Kilometer ├╝ber dem Meeresspiegel auf.
Inselabschnitt: Ein von der New Zealand Defence Force (NZDF) zur Verf├╝gung gestelltes Bild zeigt den Blick aus einem P-3K2 Orion-Flugzeug, das ├╝ber mit Asche bedeckte H├Ąuser und Vegetation fliegt.
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Tsunami-Wellen wurden im Inselstaat Tonga, aber auch in Neuseeland, Japan und Fidschi registriert. Auch ├ťberschwemmungen in Santa Cruz im US-Staat Kalifornien wurden auf den Ausbruch zur├╝ckgef├╝hrt. Die neuseel├Ąndische Premierministerin Jacinda Ardern sagte am Sonntag, bislang gebe es keine offiziellen Berichte ├╝ber Verletzte und Tote. In mehreren L├Ąndern kursieren jedoch Medienberichte von Todesf├Ąllen. Die USA und die Vereinten Nationen sagten Hilfe zu.

Beeindruckende Satellitenaufnahmen zeigen den gigantischen Ausbruch auf dem Ozean und seine Folgen f├╝r die Menschen. Das Video sehen Sie oben oder hier.

F├╝r ganz Tonga wurde am Samstag eine Tsunami-Warnung herausgegeben. Auch die Westk├╝ste der USA wurde gewarnt: "Verlassen Sie Str├Ąnde, H├Ąfen und Jachth├Ąfen", empfahl der US-Wetterdienst den K├╝stenbewohnern von Kalifornien bis Alaska. Nach Medienangaben sollen in Kalifornien zwei Menschen beim Fischen ins Meer gesp├╝lt worden sein, als die Welle sich wieder zur├╝ckzog.

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Auch in Japan hatte der Vulkanausbruch Folgen: Wassermassen ├╝berschwemmten Gebiete.
Auch in Japan hatte der Vulkanausbruch Folgen: Wassermassen ├╝berschwemmten Gebiete. (Quelle: 3TP MNDTY JPNOUT/Reuters-bilder)

Ardern: Hauptstadt von Tonga "erheblich getroffen"

Ardern sagte, ein Tsunami habe die Nordseite der Hauptstadt von Tonga, Nuku'alofa, "erheblich getroffen". Der australischen Wetterbeh├Ârde zufolge war die Welle 1,2 Meter hoch. Ardern sagte, Boote und Felsbrocken seien an Land gesp├╝lt und Geb├Ąude besch├Ądigt worden. Durch den Vulkanausbruch sei Tonga in vulkanischen Staub geh├╝llt, die Kommunikationsverbindungen mit dem Inselreich im S├╝dpazifik seien eingeschr├Ąnkt, da ein Unterseekabel in Mitleidenschaft gezogen sei. Lokale Medien in Tonga berichteten ├╝ber einen Ascheregen, die ├ťberflutung von H├Ąusern und die Unterbrechung von Telefon- und Stromverbindungen.

Ardern sagte, die Beh├Ârden arbeiteten daran, die Kommunikation schnellstm├Âglich wiederherzustellen. Im Moment erhalte man "von den ├Ąu├čeren Inseln (...) leider nicht viele Informationen". Die Wasserversorgung von Tonga habe Priorit├Ąt. Die neuseel├Ąndischen Verteidigungskr├Ąfte w├╝rden am Montag versuchen, einen ├ťberwachungsflug zu starten. In knapp 20 Kilometern H├Âhe sei Asche gesichtet worden, die das Fliegen derzeit unsicher mache. Auch ein Marineschiff sei in Bereitschaft versetzt worden, um bei Bedarf zu helfen. Medienberichten zufolge wurde Tongas K├Ânig Tupou VI. aus dem K├Ânigspalast in der Hauptstadt Nuku'alofa in Sicherheit gebracht.

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Mehr als 200.000 Japaner zur Evakuierung aufgerufen

Auch die Beh├Ârden in Japan gaben eine Tsunami-Warnung f├╝r die gesamte Pazifikk├╝ste des Inselreiches aus, hoben sie aber am fr├╝hen Sonntagmorgen wieder auf. Zuvor waren an der K├╝ste der nord├Âstlichen Pr├Ąfektur Iwate sowie im s├╝dwestlichen Amami Flutwellen von rund einem Meter H├Âhe registriert worden, hie├č es. Zehn Boote kenterten in der Pr├Ąfektur Kochi auf der Insel Shikoku im S├╝den. Japan Airlines strich 27 Fl├╝ge an Flugh├Ąfen im ganzen Land.

Hunderttausende Bewohner waren zwischenzeitlich aufgefordert gewesen, Anh├Âhen aufzusuchen. 230.000 Menschen in acht Pr├Ąfekturen Japans waren zur Evakuierung aufgerufen worden. Dies berichtete der ├Âffentlich-rechtliche japanische Sender NHK. Die Tsunami-Warnung wurde auch f├╝r Gebiete ausgegeben, die von dem t├Âdlichen Tsunami 2011 betroffen waren.

Pr├Ąfektur Iwate, Japan: Bewohner bringen sich in Sicherheit.
Pr├Ąfektur Iwate, Japan: Bewohner bringen sich in Sicherheit. (Quelle: 3TP MNDTY JPNOUT/Reuters-bilder)

Ausl├Âser f├╝r die Flutwellen ist ein heftiger Ausbruch des Unterwasservulkans Hunga Tonga-Hunga Ha'apai. Der Vulkan hatte bereits am Freitag Asche, Dampf und Gas bis zu 20 Kilometer in die Luft katapultiert. Asche regnete auch auf Nuku'alofa herab. Am Samstagmorgen soll es zu einer erneuten Eruption gekommen sein, 20 Minuten sp├Ąter ├╝berschwemmte der Tsunami H├Ąuser, Stra├čen und Autos in Tonga. In Orten an der K├╝ste wurde Sirenenalarm ausgel├Âst.

Bewohnerin von Tongas Hauptstadt: "Mein Bruder dachte, dass Bomben explodieren"

Die Menschen in Tonga wurden am Samstag zun├Ąchst aufgefordert, die Str├Ąnde zu verlassen und sich in h├Âher gelegene Gebiete zu begeben. Anwohner am Strand zogen sich auf ihre D├Ącher zur├╝ck und filmten gro├če Wellen, die ihre H├Ąuser erreichten.

"Es war gewaltig, der Boden bebte, unser Haus wackelte", berichtete eine Bewohnerin der Hauptstadt dem Nachrichtenportal Stuff ├╝ber den Vulkanausbruch. "Es kam in Wellen, mein j├╝ngerer Bruder dachte, dass in der N├Ąhe Bomben explodieren w├╝rden." Einheimische riefen die Menschen auf, "f├╝r uns zu beten".

Gesunkene Boote in Neuseeland ÔÇô Ascheregen auf Fidschi

Tsunami-Wellen wurden auch aus Neuseeland gemeldet, wo mehrere Boote in einem Jachthafen in Northland nach einem 1,3 Meter hohen Flutwelle gesunken waren. Die Gesch├Ąftsf├╝hrerin von Save The Children Fidschi, Shairana Ali, sagte, dass Fidschi und Vanuatu von Flut- und Tsunamiwellen getroffen worden seien. Es habe Sch├Ąden in den K├╝stengebieten gegeben, aber keine Todesopfer. Zudem gingen ├╝ber Teilen von Fidschi, rund 600 Kilometer vom Vulkan entfernt, Beh├Ârdenangaben zufolge Asche nieder. Die Menschen wurden gewarnt, die Wasservorr├Ąte zu sch├╝tzen, in den H├Ąusern zu bleiben und eine Maske zu tragen, wenn sie ins Freie gehen.

In der Nacht zu Sonntag ver├Âffentlichte Peru Warnungen vor Tsunami-Wellen. Dort soll es ebenfalls zwei Todesopfer gegeben haben.

Evakuierung in Chile: Menschen verlassen die K├╝ste in La Serena.
Evakuierung in Chile: Menschen verlassen die K├╝ste in La Serena. (Quelle: Alejandro Pizarro Ubilla/Reuters-bilder)

UN-Chef zeigt sich besorgt

UN-Generalsekret├Ąr Ant├│nio Guterres hat sich besorgt ├╝ber die Folgen des Vulkanausbruchs gezeigt. Der UN-Chef sei "zutiefst besorgt" ├╝ber Berichte von einem Tsunami und Asche in dem Pazifikstaat, teilten die Vereinten Nationen am Samstag in New York mit. Auch Tsunami-Warnungen f├╝r andere L├Ąnder bereiteten ihm Sorge. Die UN beobachteten die Situation genau und st├╝nden bereit, Unterst├╝tzung zu liefern.

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Hunga Tonga-Hunga Ha'apai ist seit Dezember immer wieder aktiv. Der Vulkan liegt etwa 30 Kilometer s├╝d├Âstlich der zu Tonga geh├Ârenden Insel Fonuafo'ou (auch als Falcon Island bekannt).

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