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Anders Breivik - Massenmörder will mildernde Umstände


Massenmörder Breivik will "mildernde Umstände"

Von dpa
Aktualisiert am 28.10.2011Lesedauer: 2 Min.
Massenmörder Breivik (links) im Juli beim Verlassen eines Gerichts in Oslo, begleitet von einem PolizistenVergrößern des Bildes(Archivfoto:) Massenmörder Breivik (links) im Juli beim Verlassen eines Gerichts in Oslo, begleitet von einem Polizisten (Quelle: dpa-bilder)
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Diese Nachricht dürfte wie Hohn in den Ohren von Überlebenden und Angehörigen von Opfern des Massakers in Norwegen klingen. Die Anwälte des Massenmörders wollen beim bevorstehenden Prozess wegen "mildernder Umstände" eine geringere Strafe erreichen - unter anderem weil Anders Behring Breivik gezielt Kinder verschont habe.

Der 32 Jahre alte Rechtsradikale und Islamhasser hatte am 22. Juli bei seinem Massaker auf der Insel Utoya nahe der Hauptstadt Oslo 69 Teilnehmer eines Jugendlagers ermordet. Kurz zuvor hatte er zudem acht Menschen durch eine von ihm im Osloer Regierungsviertel platzierte Autobombe getötet. Die Argumente der Anwälte für ihr Ansinnen: Breivik sei ja geständig - außerdem habe er bei seinem Massenmord Kinder verschont.

Der Prozess gegen Breivik soll im April 2012 beginnen. Die Osloer Zeitung "VG" berichtet, die Anwälte Geir Lippestad und Vibeke Hein Bæra wollen dort erwirken, dass ihr Mandat nicht die in Norwegen geltende Höchststrafe von 21 Jahren absitzen muss. Als Begründung für mildernde Umstände wollen sie den Informationen der Zeitung nicht nur anführen, dass Breivik die Tat umgehend gestanden hatte, sondern auch, dass er der Polizei direkt nach seiner Festnahme umfassend Auskunft gegeben habe.

Weitere Begründung: lasche Sicherheitslage

Bei der Tötung von überwiegend jugendlichen Teilnehmern des sozialdemokratischen Sommerlagers auf Utoya habe er außerdem Kinder verschont. Er habe der Polizei außerdem zweimal von sich aus per Telefon angeboten, das Massaker zu beenden. Die alarmierten Antiterroreinheiten waren erst eine Stunde nach Beginn des Mordens eingetroffen. Sie konnten Breivik ohne Gegenwehr festnehmen.

Als strafmildernd wollen die Anwälte auch geltend machen, dass miserable Sicherheitsmaßnahmen im Osloer Regierungsviertel dem Attentäter die Platzierung seiner Autobombe direkt vor dem Hochhaus mit dem Büro von Ministerpräsident Jens Stoltenberg leicht gemacht hätten.

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