Sie sind hier: Home > Panorama > Kriminalität >

Mehr als tausend Fälle von Wilderei in Deutschland

"Bedrohung für die Artenvielfalt"  

Mehr als tausend Fälle von Wilderei in Deutschland

01.11.2018, 08:32 Uhr | dpa

Mehr als tausend Fälle von Wilderei in Deutschland. Morgennebel in den Allgäuer Alpen: Jedes Jahr werden mehr als tausend Wildtiere in Deutschland illegal getötet.  (Quelle: imago/Jan Eifert)

Morgennebel in den Allgäuer Alpen: Jedes Jahr werden mehr als tausend Wildtiere in Deutschland illegal getötet. (Quelle: Jan Eifert/imago)

Deutschland hat ein Problem mit Wilderei: Mehr als 1.000 Fälle werden jedes Jahr von der Polizei erfasst. Doch die Behörden gehen davon aus, dass noch viel mehr Wildtiere getötet werden. 

In Deutschland werden pro Jahr mehr als 1.000 Fälle von Wilderei erfasst – die Bundesregierung geht aber von einer hohen Dunkelziffer aus. Im vergangenen Jahr wies die polizeiliche Kriminalstatistik 1.020 Fälle von Jagdwilderei aus, heißt es in der Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine Anfrage der Grünen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

"Verlässliche bundesweite Zahlen über das Ausmaß illegaler Verfolgung wildlebender Arten liegen aufgrund einer hohen Dunkelziffer und mangels systematischer Erfassung nicht vor." Die Zahl der in der Statistik erfassten Fälle bewegte sich in den vergangenen zehn Jahren zwischen 864 und 1.052.

35 streng geschützte Wölfe getötet 

Im laufenden Jahr wurden bis Mitte Oktober acht Wölfe illegal getötet, heißt es in der Antwort weiter, davon je drei in Brandenburg und Niedersachsen. Seit dem Jahr 2000 fielen insgesamt 35 Wölfe der Wilderei zum Opfer. Der Umgang mit dem Wolf ist politisch sehr umstritten, insbesondere die Frage, ob der Abschuss angesichts der zunehmenden Ausbreitung von Wolfsrudeln in Deutschland erleichtert werden sollte. Wölfe sind streng geschützt.

"Wilderei in Deutschland stellt zunehmend eine Bedrohung für die Artenvielfalt dar", sagte die naturschutzpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Steffi Lemke, der dpa. "Über das tatsächliche Ausmaß lässt sich nur spekulieren, da die Daten nicht systematisch erfasst werden." Die Ausstattung der Kontrollbehörden sei unzureichend und das Risiko, entdeckt zu werden, gering. Die "Bundesregierung muss mehr für den Schutz der Wildtiere in Deutschland tun", forderte sie.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Kuschelweich und warm! Jetzt Strick-Trends shoppen!
bei MADELEINE
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018