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Fall Georgine Krüger (14): Polizei fasst nach zwölf Jahren Verdächtigen

Verschwundene 14-jährige Georgine  

Polizei fasst nach zwölf Jahren Verdächtigen

04.12.2018, 17:11 Uhr | dpa

Polizei fasst mutmaßlichen Mörder von Georgine Krüger (Screenshot: dpa)
Polizei fasst mutmaßlichen Mörder von Georgine Krüger

Vor zwölf Jahren verschwand die 14-jährige Georgine Krüger. Hunderte Hinweise gingen im Lauf der Jahre bei der Polizei ein. Jetzt meldet die Polizei ein überraschendes Fahndungsergebnis.

Überraschendes Fahndungsergebnis: Die Berliner Polizei hat den mutmaßlichen Mörder von Georgine Krüger gefasst. (Quelle: dpa)


2006 war Georgine auf einmal weg. Jetzt, zwölf Jahre später, hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Er soll die 14-Jährige missbraucht und getötet haben.

Zwölf Jahre nach dem spurlosen Verschwinden der Berliner Schülerin Georgine Krüger hat die Polizei einen Mann wegen Mordverdachts festgenommen. Das teilte die Berliner Staatsanwaltschaft mit. Der 43-Jährige soll die damals 14 Jahre alte Georgine am 25. September 2006 getötet haben. An diesem Tag war das Mädchen zum letzten Mal gesehen worden, als es aus einem Bus in Berlin-Moabit ausstieg. Die Leiche des Mädchens sei bislang noch nicht gefunden worden, hieß es.

Polizeibeamte durchsuchen einen Wald in Brandenburg (Archivfoto): Die Polizei hat einen Verdächtigen im Fall Georgine festgenommen. (Quelle: dpa/ Bernd Settnik)Polizeibeamte durchsuchen einen Wald in Brandenburg (Archivfoto): Die Polizei hat einen Verdächtigen im Fall Georgine festgenommen. (Quelle: Bernd Settnik/dpa)

Die Staatsanwaltschaft teilte mit: "Es besteht der dringende Verdacht, dass der Mann Georgine Krüger aus sexuellen Motiven auf ihrem Heimweg von der Schule abgefangen, in seinen Keller in Berlin Moabit gelockt und sie dort getötet hat." Der Beschuldigte wurde bereits 2012 vom Amtsgericht Tiergarten wegen sexueller Nötigung einer Jugendlichen verurteilt. Er hatte ein Mädchen aus sexuellen Motiven in den Keller seiner Wohnung gelockt.

Fall war Thema in "Aktenzeichen XY"

Im Oktober hatte sich eine Spezialausgabe des Fernsehmagazins "Aktenzeichen XY...ungelöst" mit dem Fall befasst. Daraufhin gingen erneut Hinweise bei der Polizei ein. Zuvor hatte die Berliner Polizei nach einem Mann gesucht, der am Telefon angebliche Hinweise gab. Die Polizei veröffentlichte zwei Mitschnitte von Anrufen des Mannes und fragte: "Wer erkennt die Stimme des unbekannten Hinweisgebers?"

Der Mann hatte gesagt, er wisse, wo die Leiche vergraben sei. Die Polizei suchte im Frühjahr in dem Waldstück in Brieselang im Havelland westlich von Berlin. Trotz des Einsatzes von Spürhunden und einer Drohne wurde nichts gefunden.
 

 
Auch in Thüringen hatten Ermittler zuletzt einen alten Fall gelöst. Rund 27 Jahre nach der Ermordung der zehnjährigen Stefanie aus Weimar war ihr Mörder am 30. November vom Landgericht Jena zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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