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Hannover: Diebstahl und Verletzte – Weihnachtsfeier der Polizei eskaliert

Schöne Bescherung  

Polizei ermittelt nach eigener Weihnachtsfeier

22.12.2018, 18:32 Uhr | dpa

Weihnachtsfeier mit Kollegen: Das sollten Sie besser lassen

Alkohol? Tanzen? Privates? Diese Dinge sollten Sie beachten, wenn Sie zur Betriebsweihnachtsfeier eingeladen werden. (Quele: Bitprojects)

Weihnachtsfeier mit Kollegen: Das sollten Sie besser lassen und so viel ist noch in Ordnung. (Quele: Bitprojects)


Eine Verletzte, ein Diebstahl, mehrere Sachbeschädigungen: Das ist die Bilanz einer Polizeiweihnachtsfeier in Niedersachsen. Nun ermitteln Kollegen gegen die Täter. 

Eine Weihnachtsfeier der Polizei ist in Niedersachsen aus dem Ruder gelaufen: Bei der Party Mitte Dezember gab es demnach mehrere Zwischenfälle mit betrunkenen Beamten, eine Verletzte und eine Diebstahlanzeige. Zuerst hatte der NDR berichtet. "Das haben wir so noch bei keiner Weihnachtsfeier erlebt, besonders die Verletzung der Kollegin und der Diebstahl machen sehr betroffen", sagte ein Polizeisprecher von der Zentralen Polizeidirektion (ZPD) in Hannover am Samstag.

Das Organisationsteam der Feier mit mehreren hundert Teilnehmern hatte sich am Donnerstag in einem Aushang über die Zwischenfälle beschwert. Demnach musste ein Kollege in den "Schwitzkasten" genommen werden, um einen handfesten Streit zu verhindern. Eine Mitarbeiterin erlitt offenbar durch einen Flaschenwurf eine Platzwunde am Kopf.

Einige wenige bringen viele in Misskredit

Junge Polizisten hätten sich Kochsalzlösung gespritzt, damit der Schnaps am nächsten Morgen keinen Brummschädel verursacht. Ein Polizist habe gegen eine Feuerhütte auf dem ZPD-Gelände gepinkelt und sei anschließend in den Dreck gestürzt. Zudem wurde ein Außenspiegel am Auto des DJs beschädigt – und schließlich wurde eine Geldkassette mit mehreren 100 Euro an einem Verkaufsstand gestohlen.


Einige wenige Täter hätten die gesamte Veranstaltung in Misskredit gebracht, sagte Wolff. Die Polizei habe eine Vorbildfunktion und könne derartige Vorfälle nicht dulden. Die Vorwürfe würden daher genau untersucht, Befragungen von Kollegen seien jedoch wegen der Ferientage derzeit schwierig. Eines sei aber jetzt schon klar, sagte Wolff: "Die Organisatoren werden die nächste Weihnachtsfeier nicht mehr in diesem Rahmen ausrichten." Er schloss disziplinarrechtliche oder auch strafrechtliche Konsequenzen nicht aus.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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