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Bericht: Auto-Attentäter von Bottrop griff noch mehr Menschen an

Anschlag an Silvester  

Bericht: Auto-Attentäter griff noch mehr Menschen an

23.01.2019, 12:59 Uhr | AFP, dpa, dru

Autofahrer fährt in Bottrop in Menschengruppe (Screenshot: Marcel Kusch/dpa)
Autofahrer fährt in Bottrop in Menschengruppe

Wenige Minuten nach dem Jahreswechsel ist ein Autofahrer im Ruhrgebiet in eine Menschenmenge gefahren. Vier Personen wurden verletzt. Der 50-jährige Autofahrer soll aus Fremdenhass gehandelt haben.

Anschlag an Silvester: Ein Autofahrer ist in Bottrop zielgerichtet in eine Menschengruppe gefahren. (Quelle: t-online.de)


Er steuerte sein Auto gezielt in Gruppen feiernder Menschen mit Migrationshintergrund. Zu den bei den Angriffen in Bottrop und Essen Verletzten könnten offenbar weitere hinzukommen.

Der gezielte Angriff auf Ausländer mit einem Auto an Silvester im Ruhrgebiet hat nach WDR-Informationen offenbar größere Ausmaße gehabt als bisher angenommen. Der Anwalt des beschuldigten Fahrers sagte dem Sender am Mittwoch, es hätten sich zahlreiche weitere Geschädigte gemeldet. Der 50-jährige Fahrer soll demnach nicht nur in Bottrop und Essen in Menschengruppen gefahren sein, sondern wohl auch in Oberhausen.

Schwer verletzt wurde dort allerdings niemand, wie der WDR weiter berichtete. Die Staatsanwaltschaft Essen hatte am Dienstagabend mitgeteilt, dass sich der Beschuldigte nunmehr in einem psychiatrischen Krankenhaus befindet. Nach derzeitigem Ermittlungsstand sei davon auszugehen, dass er zu den Tatzeiten mindestens erheblich vermindert schuldfähig war.

Auch eine vollständig aufgehobene Schuldfähigkeit könne derzeit nicht sicher ausgeschlossen werden, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Auf Antrag der Behörde habe das Amtsgericht Essen den Haftbefehl gegen den Mann in einen vorläufigen Unterbringungsbefehl umgewandelt.
 

 
Bei den Autoattacken des Manns auf Gruppen feiernder Menschen in der Silvesternacht waren in Bottrop und Essen insgesamt acht Menschen verletzt worden. Die meisten Verletzten kommen aus Syrien und Afghanistan. Alle haben ausländische Wurzeln. Erste Aussagen des Mannes hatten auf Rassismus als Tatmotiv hingewiesen. Er soll mit seinem Auto gezielt Jagd auf Menschen gemacht haben, die er für Ausländer hielt. Unter den Verletzten waren mehrere Kinder. Eine Syrerin schwebte vorübergehend in Lebensgefahr.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP, dpa

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