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Taucher fischen zahlreiche E-Scooter aus Hafenbecken

Von t-online, sth

Aktualisiert am 22.07.2019Lesedauer: 2 Min.
Ein Haufen E-Scooter: Anfang Juli haben Taucher die ersten Roller aus dem Marseiller Hafenbecken geholt.
Ein Haufen E-Scooter: Anfang Juli haben Taucher die ersten Roller aus dem Marseiller Hafenbecken geholt. (Quelle: Adrien DeMars)
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Es ist eine ökologische Katastrophe: Im Hafenbecken von Marseille liegen offenbar hunderte E-Scooter. Dutzende freiwillige Taucher versuchen die Geräte zu bergen, bevor ihre hochgiftigen Akkus auslaufen.

Seit Anfang Juli tauchen Dutzende Einheimische im Hafenbecken von Marseille nach E-Scootern. Die liegen dort offenbar haufenweise im Meer verteilt. Adrien DeMars ist einer der Taucher, die die Roller freiwillig aus dem Wasser holen. Er schrieb t-online.de am Montag: "Nicht nur ich, viele andere Taucher suchen nach den Dingern. Im Moment liegen noch etwa 200 StĂĽck im Meer."

Wie kamen die Roller ins Hafenbecken?

Die Freiwilligen sprechen von einem "Friedhof der Motorroller". Das ist besonders problematisch, bedenkt man, dass in den Batterien der Roller giftige Chemikalien stecken. Sie könnten unter Umständen sogar explodieren.

Die Marseiller spekulieren, dass es sich um einen neuen, fragwürdigen Trend handelt. Offenbar veranstalten – hauptsächlich Kinder – immer wieder E-Scooter-Weitwerfen am Hafenbecken, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Um das Problem in den Griff zu bekommen, hat die Stadt inzwischen Mediatoren eingestellt. Sie sollen sich mit den Roller-Werfern auseinandersetzen.

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Gift fĂĽr das Mittelmeer

In vielen französischen Städten werden E-Scooter bereits seit einem Jahr oder mehr eingesetzt. In Marseille verleiht vor allem die Firma Lime solche Roller. Das Unternehmen teilte der Lokalzeitung "France Bleu Provence" mit: "Das Spiel besteht darin, Roller zu nehmen und ins Meer zu werfen." Es solle sich vor allem um Kinder zwischen acht und zehn Jahren handeln, die älteren Täter seien 14 Jahre alt.

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Inzwischen dürfen Kunden, die die E-Scooter ausgeliehen haben, die Geräte nicht mehr in der Nähe des Meeres abmelden. Damit will der Anbieter Lime verhindern, dass Nutzer auf dumme Ideen kommen.

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