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Kamen/NRW: Whiskyflasche aus fahrendem Zug verletzt Kleinkind schwer

Polizei überprüft Fahrgäste  

Whiskyflasche aus fahrendem Zug verletzt Kleinkind schwer

02.11.2019, 15:06 Uhr | dpa

Kamen/NRW: Whiskyflasche aus fahrendem Zug verletzt Kleinkind schwer. Polizeiaktion am Bahnhof Greven in NRW: Dort überpüften Beamte 580 Fahrgäste. (Quelle: dpa/Günter Benning)

Polizeiaktion am Bahnhof Greven in NRW: Dort überpüften Beamte 580 Fahrgäste. (Quelle: Günter Benning/dpa)

Schock am Bahnhof Kamen: Ein zweijähriges Mädchen ist schwer am Kopf verletzt worden. Die Polizei sucht einen Fahrgast, der im Vorbeifahren eine Whiskyflasche aus dem Fenster warf. 

Ein Vater trägt seine kleine Tochter auf dem Arm die Bahnhofstreppen zum Gleis hinauf, als das Unglück geschieht: Die Zweijährige wird plötzlich am Kopf von einer Whiskyflasche getroffen und lebensgefährlich verletzt. Der Gegenstand "flog" nach ersten Erkenntnissen der Polizei aus einem Zug, der gerade den Bahnhof in Kamen durchfahren hat. Es ist der späte Freitagvormittag gegen 10.50 Uhr am Feiertag Allerheiligen in Nordrhein-Westfalen.

Rettungskräfte bringen das schwer verletzte Mädchen in ein Krankenhaus. Nach einer Operation ist sein Zustand stabil, berichtet ein Sprecher der Dortmunder Polizei einen Tag später. Unterdessen gehen die Ermittlungen der Behörden weiter. Nach Informationen der Staatsanwaltschaft Dortmund hat sich bisher noch kein Verursacher gemeldet. "Im Moment gibt es keine Hinweise auf einen etwaigen Werfer der Flasche", sagte Staatsanwalt Henner Kruse.

Bundespolizei rückt mit Großaufgebot an

Der Zug fährt am Freitag zunächst noch weiter, im etwa 65 Kilometer entfernten Greven rückt die Bundespolizei mit einem Großaufgebot an, das aus dem Münsterland, dem Ruhrgebiet und dem Rheinland zusammengezogen wurde. Dutzende Beamte nehmen die Personalien der Reisenden des Zuges auf, die von der Domstadt Köln zur ostfriesischen Insel Norderney unterwegs war. Die 580 Passagiere verhielten sich dabei sehr kooperativ, wie ein Sprecher der Bundespolizei schildert. Der Zug konnte nach der Überprüfung Richtung Norden weiterfahren – ohne eine Festnahme.


Staatsanwaltschaft und Polizei Dortmund ermitteln weiter – in die Richtung, dass die Whiskyflasche aus einem durchfahrenden Zug geworfen worden sei, erläutert Staatsanwalt Kruse. Dazu gehörten auch Befragungen. Ermittelt werde wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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